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Deutscher Volkshochschul-Verband

Die Nachfahren Ephraim Rothschilds als Beispiele für unternehmerisches Wirken in Stadtoldendorf

Vortrag - Im Jahr 1833 schreibt der Notar Steinacker aus Holzminden: „Stadtoldendorf ist ein im fortwährenden Sinken begriffener Ort … Die jetzigen Verhältnisse bieten der Stadt für die Zukunft nur trübe Erwartungen dar.“ Doch sollte Steinacker mit dieser Einschätzung nicht Recht behalten!

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Denn mit der Ersteigerung des so genannten Hakelehens im Jahr 1859 wird Ephraim Rothschild neben der Familie von Campe-Giesenberg zum größten Landbesitzer in Stadtoldendorf. Die bestehende Landwirtschaft wird bedeutungslos, die Gipsvorkommen unter der Homburg und die Sandsteinbrüche am Abhang des Hoopfeldes werden erschlossen. Der Bau der Eisenbahnstrecke Vorwohle – Altenbeken löst einen regelrechten Bauboom aus. Im hohen Alter bestimmt Ephraim Rothschild Karl Ullmann, seinen ehemaligen Gutsverwalter und Ehemann seiner Nichte Philippine, zum Teilhaber der Gips- und Sandsteinbrüche. Später leiten die Söhne Berthold und Josef Ullmann die Betriebe „E.Rothschild, Sollinger Sandstein- und Gipsbruch“ und „Rothschilds Steinbrüche“.

Das eigentliche Unternehmen der Familie war jedoch der Leinenhandel. Ephraim kauft im Jahr 1869 die Eckhardsche Mühle in Stadtoldendorf, um auf dem Grundstück eine mechanische Weberei zu errichten. Er selbst wird diese Fabrik nicht mehr bauen. Diese nimmt ihren Betrieb 1872/73 auf, der Gründer ist Adolph Wolff, ein Teilhaber der Firma „A.J.Rothschild Söhne“, verheiratet mit Marianne Rothschild, einer Schwester Ephraims. 

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