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Deutscher Volkshochschul-Verband

Jüdisches Leben in Deutschland - Entwicklungslinien und -brüche

Hybrid-Vortrag (Präsenz + Online)

Seit fast 2000 Jahren leben Juden in Deutschland. In ihrer Geschichte wechseln sich Zeiten des friedlichen Zusammenlebens mit dem christlichen Umfeld, mit Zeiten der Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung ab.

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Bis ins 11. Jahrhundert hinein gibt es keine Berichte über ernste Probleme im Zusammenleben der jüdischen Minderheit mit der nichtjüdischen Mehrheit. Erst die Zeit der Kreuzzüge sowie die Verfolgungen während der Pestzeit verändern diese Situation grundlegend. 

Ende des 19.Jahrhunderts vollzieht sich für die Mehrzahl der Juden in Deutschland ein tiefgreifender sozialer und kultureller Wandel. Der Weg aus dem Ghetto führt zum begeisterten Engagement für das neue Vaterland. Der Glaube an die unumkehrbare Integration der „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens“ wird erst durch das verstärkte Aufleben des Antisemitismus im Gefolge des I. Weltkriegs erschüttert. Bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein wollen oder können die meisten deutschen Juden nicht wahrhaben, dass nicht nur ihre gesellschaftliche Stellung, sondern Leib und Leben in Gefahr sind. Für viele wird der Glaube an die Wirkungskraft der deutschen Kultur und das Gefühl der eigenen Verwurzelung in Deutschland zur tödlichen Falle. 

Nach der Shoah scheint ein künftiges Leben für Juden in Deutschland undenkbar. Aber bereits Anfang der 50er Jahre wir deutlich, dass Juden auch in Zukunft in Deutschland leben werden.

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