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Deutscher Volkshochschul-Verband

Jüdisches Leben in Hehlen

Vortrag von Bernhard Gelderblom

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In zahlreichen Dörfern rings um Bodenwerder lebten über Jahrhunderte Juden. Als Kaufleute leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Gedeihen der Ortschaften. Die Enge der Dörfer nötigte Juden und Christen zu Zusammenarbeit und Austausch. Die jüdischen Familien hatten Raum, ein eigenes religiöses, kulturelles und wirtschaftliches Leben zu entfalten. Juden wurden Mitglieder der dörflichen Vereine. Das jüdische Leben ist Teil der lokalen Geschichte. 

In Hehlen gab es überdurchschnittlich viele jüdische Einwohner*innen. Neben einem Friedhof verfügten sie auch über eine Synagoge. Die Gebrüder Kurt und Alex Bach hatten mit ihren beiden Textilgeschäften eine über Hehlen hinausgehende Reichweite. Die schlimmen Ereignisse der Reichspogromnacht des 9. November 1938 sind deswegen bekannt, weil sie 1950 und 1955 vor Gericht verhandelt wurden. Vom jüdischen Leben in Hehlen zeugt heute noch der nördlich des Ortes im Steilhang der Weser liegende Friedhof mit seinen zahlreichen Grabsteinen.

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