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Deutscher Volkshochschul-Verband

"Auf Wiedersehen Kinder!" - Das abenteuerliche Leben des revolutionären Sozialisten und Reformpädagogen Ernst Papanek

Wie ein junger Wiener 283 jüdische Flüchtlingskinder rettete und die Grundlagen der Reformpädagogik schuf.

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Der junge Wiener Ernst Papanek ist Vollblut-Sozialist, leidenschaftlicher Pädagoge und unerschütterlicher Optimist. Obwohl er nach dem Februaraufstand 1934 nur knapp den Schergen des Dollfuß-Regimes ins Exil entkommt, ändert das nichts an seinem politischen und sozialen Engagement. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges leitet er vier Kinderheime in Montmorency bei Paris für 283 jüdische Flüchtlingskinder aus Deutschland und Österreich. In wenigen Monaten gelingt es ihm, ein beeindruckendes pädagogisches System aufzubauen, das für seine Zeit geradezu revolutionär ist. Er kann die Kinder später in die USA holen und vor dem Holocaust bewahren. In einem Brief an seine ehemaligen Schützlinge wird Ernst Papanek 1965 schreiben: "Trotz Nationalsozialismus und grausamer Diktatur haben wir nie aufgegeben, an die Menschlichkeit zu glauben."

Bis heute können wir von seinen für die damalige Zeit ungewöhnlichen und revolutionären Methoden im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen lernen. Lilly Maiers große Biografie gibt dem heute beinahe Vergessenen seinen rechtmäßigen Platz in der Geschichte zurück. 

Lilly Maier (Jahrgang 1992) studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Geschichte und als Fulbright-Stipendiatin an der New York University Journalismus. Seit 2012 arbeitet Maier als Referentin in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Derzeit promoviert Lilly Maier am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur in München über Frauen als Retterinnen von Juden während der Shoah. 2021 erscheint ihr zweites Buch "Auf Wiedersehen, Kinder!"

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Aufgrund begrenzter Platzzahl Anmeldung auch mit Vortragskarte erforderlich.

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