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Deutscher Volkshochschul-Verband

Die Judenmetzgerei – Ein Familienschicksal der Region in der NS-Zeit

Lesung von Hermann Multhaupt

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Else Rubin, Mutter von sechs Kindern, hat alle Hände voll zu tun, um ihre Metzgerei im Jahr 1943 am Laufen zu halten. Ihr Mann kämpft an der Front in Russland, nur der einbeinige Onkel Gustav arbeitet in der Metzgerei mit. Als Frau Rubin das Mutterkreuz für ihre Kinder verliehen werden soll, die sie laut Ortsgruppenleiter „dem Führer geboren hat“, lehnt sie sich erstmals mutig gegen die NS-Ideologie auf. In der Folgezeit wird die Familie immer wieder von SS-Leuten schikaniert. Schließlich kommt es so weit, dass alle Juden der Stadt freitags nur noch in ihrer Metzgerei einkaufen dürfen. Auch wenn dies das Ende ihrer Existenz bedeuten kann, solidarisiert sich Else Rubin immer stärker mit ihrer jüdischen Kundschaft …

Angesichts aktuell wieder auflebender rechtsradikaler Tendenzen ist das authentisch erzählte, zum Teil auf 
Tatsachen beruhende Familienschicksal aus Beverungen eine eindringliche Warnung. Gerade in der heutigen Zeit sind Aufmerksamkeit und couragiertes Handeln gefragt, um das Wiedererstarken antisemitischer Ideologien zu verhindern.

Der Autor Hermann Multhaupt wuchs in Beverungen-Herstelle auf und arbeitete als Redakteur u.a. für die Kirchenzeitung „Der Dom“ in Paderborn sowie als Schriftsteller von mehr als 80 Büchern zu unterschiedlichen Themen. 

Kooperationspartner: König-Wilhelm Gymnasium, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.* in Westfalen-Lippe

 

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