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Deutscher Volkshochschul-Verband

Der lange Weg zur bürgerlichen Gleichberechtigung der Juden in Deutschland

Zu den Ideen der Aufklärung gehörten auch die Menschenrechte, die allen Menschen ungeachtet ihrer Verschiedenheiten zukommen sollten.

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Die französischen Revolutionäre von 1789 waren der Überzeugung, dass die Vorurteile gegen die Juden verschwänden, wenn man sie aus den erniedrigenden Zuständen befreien und ihnen rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung einräumen würde. Mit den Toleranzedikten Josephs II. in Österreich und vor allem mit den napoleonischen Kriegen wurden diese Ideen in die Welt getragen. Mit dem preußischen Edikt von 1812 begann der Prozess der Emanzipation der Juden in Deutschland, die in den einzelnen Staaten bis 1878 in unterschiedlichem Umfang verwirklicht werden konnte. Die Juden, vor allem die reformfreudigen, begannen sich durch Akkulturation in die bürgerliche Gesellschaft zu integrieren. Doch in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts verstärkten sich die emanzipationsfeindlichen Tendenzen. Der Holocaust der Nazis bedeutete dann das Ende des Emanzipationsprojekts.

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