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Deutscher Volkshochschul-Verband

Juden und Christen - eine Unheilsgeschichte

Das Verhältnis von Christen und Juden ist geprägt durch eine lange Geschichte der Diffamierung und Entrechtung, der Ausgrenzung und Verfolgung. Grundlage war eine christliche Theologie der Enterbung, die dem Judentum alle theologische Würde absprach.

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Die Kirche deutete die Geschichte Israels als religiöse und moralische Verfallsgeschichte mit dem Messias- und Gottesmord auf Golgatha als Tiefpunkt. Sie erhob ihrerseits den Anspruch auf das wahre neue Gottesvolk, das Gott sich nun an Stelle Israels erwählte und mit ihm einen neuen Bund schloss. Dieses von Anfang an spannungs- und konfliktreiche Konkurrenz-Verhältnis hat tiefe Spuren von Gewalt, Leid und Tod bis hin zur Schoah hinterlassen. Diese Geschichte zeigt die letztendlich tödliche Wirkung christlicher Bild- und Sprachsymbole und die vielfältigen Formen und Mechanismen religiöser, gesellschaftlicher und politischer Macht.

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