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Deutscher Volkshochschul-Verband

Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein?

Livestream im Rahmen der Veranstaltungsreihe Smart Democracy

Datum & Uhrzeit

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Die jüdische Gemeinschaft begeht 2021 ein besonderes Jubiläum: In diesem Jahr leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Im Rahmen des Festjahres wurde das lebendige, vielfältige jüdische Leben in Deutschland gefeiert und sein Beitrag zur Kultur präsentiert.

Wir ziehen Bilanz und blicken nach vorn: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Wieso bleibt die Lebenswirklichkeit von Jüdinnen und Juden in Deutschland abseits von Holocaustgedenken im öffentlichen Diskurs oftmals auf der Strecke? Welche Möglichkeiten gibt es, dem wachsenden Antisemitismus zu begegnen? Hat das Festjahr dazu beigetragen, jüdisches Leben in Deutschland dauerhaft sichtbarer zu machen? 

Mit unseren Gästen kommen wir zu diesen Fragen ins Gespräch und blicken auf das Jubiläumsjahr zurück. Seien Sie dabei und bringen Sie Ihre Fragen in die Diskussion ein!

Unsere Gäste

Lena Gorelik, Autorin

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) wurde sie als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ihr Roman „Die Listensammlerin“ (2013) wurde mit dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet. 2015 erschien „Null bis unendlich“, 2017 „Mehr Schwarz als Lila“, ein Coming-of-Age-Roman, der für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Sie schreibt Essays und Reportagen u.a. für DIE ZEIT, die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandradio. Die Autorin verfasst außerdem Theaterstücke. Im Mai 2021 erscheint ihr neuer Roman „Wer wir sind“.     

Arkadij Khaet, Regisseur

Arkadij Khaet wurde 1991 in Moldawien geboren. Wenige Monate alt immigrierte er mit seiner Familie nach Deutschland. Nach dem Ende seiner Schulzeit verließ er das Ruhrgebiet und lebte er für eine Zeit in Israel. Im Anschluss absolvierte er den B.A. - Film und Fernsehen in Köln. Während der Studienzeit in Köln begann er eigene Filme zu realisieren. 

Es folgte freischaffende Tätigkeit für den WDR und seit 2016 belegt Khaet den Diplomstudiengang Spielfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Er ist Stipendiat der jüdischen Begabtenförderung, des Ernst-Ludwig Ehrlich Studienwerkes und Teil des Programmkollektivs des Jüdischen Filmfestivals Berlin|Brandenburg. Seine Filme liefen auf zahlreichen Festivals weltweit und wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem 57. Grimme Preis und dem Max-Ophüls Filmpreis.

Andrei Kovacs, Leitender Geschäftsführer des Vereins 321:1700 jüdisches Leben in Deutschland e.V.

Andrei Kovacs stammt aus einer Jüdisch-Ungarischen Familie. Seine Großeltern väterlicherseits stammen aus Siebenbürgen und überlebten das Vernichtungslager Bergen Belsen als ‚Kasztner‘ Juden. Seine Großeltern mütterlicherseits entkamen dem Nationalismus in Bukarest. Während der größte Teil seiner Familie nach dem Krieg nach Israel und Amerika emigrierte, zog Kovacs früh mit seinen Eltern nach Deutschland wo er bis zu seinem Abitur aufwuchs. Kovacs schloss sein Studium an der Universität der Künste in Berlin 1999 als Konzertpianist ab. Er lebte während seines Studiums in Paris, London und Utrecht. Mit einem MBA begann Andrei Kovacs im Jahr 2001 eine neue Karriere in der Wirtschaft. Seit 2007 ist Kovacs erfolgreicher Gründer und Unternehmer. Andrei Kovacs spricht fünf Sprachen fließend, lebt heute in Köln und hat drei Kinder. Seit 2019 ist Kovacs Leitender Geschäftsführer des Vereins 321:1700 jüdisches Leben in Deutschland e.V. und bereitete das bundesweite Festjahr zu1700 Jahren jüdischen Lebens in Deutschland vor.

Moderation  

Shelly Kupferberg

Shelly Kupferberg, 1974 in Tel-Aviv geboren, wuchs in West-Berlin auf. Sie studierte Publizistik, Theater- und Musikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und begann schon während ihres Studiums, als Journalistin für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu arbeiten. Neben zahlreichen Beiträgen für die ARD, moderiert sie seit über 25 Jahren Kultur-, Literatur und Gesellschaftsmagazine und arbeitet als freie Redakteurin und Moderatorin für Deutschlandfunk Kultur (u.a. „Lesart“) und moderiert auf rbbKultur tägliche Live-Kultursendungen.

Ihre thematischen Schwerpunkte sind neben der Kultur auch gesellschaftliche Themen, wie Bildung, Kulturvermittlung, Digitalisierung, Zivilgesellschaft, Gender, Demokratie und Partizipation, Diskriminierungs-, sowie Migrationsthemen und Provenienzforschung. Von 1997-2007 arbeitete sie für die Jüdischen Kulturtage Berlin und kuratierte eigene Reihen. Sie moderiert neben ihren regelmäßigen Live-Radiosendungen und Konzertübertragungen zahlreiche Lesungen und Tagungen, Filmvorführungen, sowie hochkarätige Veranstaltungen für unterschiedliche Stiftungen, Ministerien, Kultureinrichtungen und Festivals. Außerdem moderiert sie ehrenamtlich für Terre des Femmes.

Anmeldung

Den Zugangslink zur Veranstaltung finden Sie am 24.11. unter  www.volkshochschule.de/livestream (Öffnet in einem neuen Tab).

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • DVV
  • Charlotte Troll
  • Abba Chayet
  • Jörn Neumann / 1700 Jahre jüdisches Leben e.V.
  • Mika Ceron