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Deutscher Volkshochschul-Verband

Digitale Lernangebote erweitern

Annahme 3 des Manifests:
Volkshochschulen haben in einer digital vernetzten Welt die Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger beim Erwerb digitaler Kompetenzen zu begleiten. Dazu benötigen wir eine digital kompetente Volkshochschule.

Soziale Spaltung verringern

Digitalisierung als Herausforderung für Ältere

Die Digitalisierung ist in der gesamten Gesellschaft in Deutschland spürbar. Viele Menschen begrüßen die neuen Technologien und Möglichkeiten. Andere Bevölkerungsgruppen werden vom rasanten Fortschritt abgehängt und können ihn nicht mehr greifen. Menschen mit geringem Interesse an digitalen Medien müssen dennoch mit Apps, Online-Formularen oder Online-Kommunikation zurechtkommen. Das gilt besonders häufig für ältere Bürgerinnen und Bürger. Ziel der Volkshochschulen ist es, auch deren gesellschaftliche Teilhabe zu sichern und sie im Umgang mit Digitalisierung zu unterstützen. Von der Politik fordern die Volkshochschulen und ihre Verbände deshalb den Aufbau digitaler Informationszentren vor Ort. So könnte die Expertise zur Digitalisierung gezielt in die Gesellschaft getragen werden, beispielsweise durch die Vermittlung von Medienkompetenz und technischem Know-How und durch die Vorstellung guter Praxis.

Gleichzeitig gibt es andere Bevölkerungsgruppen, die bereits fast vollständig auf eine digitale Lebenswelt umgestellt haben. Das Smartphone ist immer griffbereit, Apps werden zur Lebensoptimierung genutzt und Kommunikation findet hauptsächlich über digitale Hilfsmittel statt. Dennoch gibt es eine Spaltung in der digitalisierten Bevölkerung: Einige sind besorgt über den rasanten Fortschritt, sorgen sich um Datensicherheit und hinterfragen die Oberflächlichkeit der sozialen Medien, während andere Gruppen die Digitalisierung unreflektiert und unbesorgt annehmen. Ziel der vhs ist es, auch diese beiden Gruppen abzuholen und mit konkreten Kursen und Projekten aufzuklären.

Der Europäische Referenzrahmen „DigComp“?

Um allen Bevölkerungskreisen das Erlernen digitaler Kompetenzen zu ermöglichen, orientieren wir uns am Europäischen Referenzrahmen „DigComp“ (Digital Competence Framework for Citizens). Dieser wurde analog zum Referenzrahmen für Sprachen (GER) erstellt und dient dazu, digitale Kompetenzen einzuschätzen und zu fördern. Die Empfehlungen sind in fünf Kompetenzbereiche aufgeteilt, darunter die Sicherheit von Anwendungen, die Kommunikation und Zusammenarbeit und die Erstellung von Inhalten.

Auch einige Volkshochschulen haben sich bereits eingehend mit dem DigComp auseinandergesetzt und machen dazu Lernangebote, so zum Beispiel die Volkshochschule im Kreis Herford. Online lässt sich auf der Webseite der vhs eines der Lernziele auswählen, die aufgeteilt sind in die Stufen „elementare“, „selbstständige“ und „kompetente Verwendung“. Mit einem Klick werden dann die entsprechenden verfügbaren vhs-Kurse zu den fünf Kompetenzbereichen des Referenzrahmens gefiltert.

Der Landesverband Hessen wird den DigComp ebenfalls genauer betrachten und in einem Landesprojekt gemeinsam mit den vhs der Region Kassel und des Landkreises Darmstadt-Dieburg neue Lernkonzepte zur Umsetzung des Referenzrahmens erarbeiten.

Digitaler Workflow

Das Manifest zur digitalen Transformation beinhaltet auch die Vereinbarung, interne Workflows zu digitalisieren und entsprechende Plattformen zu nutzen. Béla Herting, zuständig für das Community-Management im Projekt „vhs.now“, beobachtet die interne Kommunikation in der vhs.cloud.

„Die Zahlen zeigen es: mehr als 760 registrierte Volkshochschulen in der vhs.cloud nutzen das digitale Tool zur Vernetzung und Kommunikation. Die Teilnehmenden schließen sich immer mehr in Netzwerkgruppen zusammen, um miteinander zu diskutieren, Dokumente zu teilen oder Web-Konferenzen durchzuführen. Wir sehen es auch bei uns im Verband: Interne Umfragen, Terminvereinbarungen oder Konferenzvorbereitung - die vhs.cloud bietet mit ihren Features alle Möglichkeiten für eine digitale Zusammenarbeit am Arbeitsplatz.“

Béla Herting, Junior-Referent vhs.cloud

Mithilfe der vhs.cloud lassen sich Workflows erneuern, digitalisieren und nachhaltiger gestalten. Der orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Dokumente ermöglicht flexibles Arbeiten und raumungebundene Zusammenarbeit. In entsprechend konzipierten Schulungen werden Kursleitende und Mitarbeitende zum Umgang mit der Cloud befähigt und zur Einführung in ihre Projekte oder Organisationen beraten.


Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Getty Images / Ergin Yalcin
  • vhs.cloud

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