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Deutscher Volkshochschul-Verband

#1: Potentiale der vhs-Community

Annahme 1 des Manifests:
Digitalisierung macht es erforderlich und ermöglicht uns, unsere Konzepte und Produkte permanent weiter zu entwickeln und zu überprüfen. Dabei hilft uns eine vernetzte vhs-Community.

Die vhs.cloud als Kommunikations-Plattform

Viele Personen in unterschiedlichen Funktionen wirken an Volkshochschulen und deren Erfolg mit: Von der Programmplanung, über die Durchführung von Kursen, die Beantragung von Fördermitteln bis hin zur Bildungsberatung und die Instandhaltung der Infrastruktur.  Sie alle machen das Angebot vor Ort erst möglich. Diese Personen müssen untereinander einwandfrei kommunizieren können, das heißt auf kurzen Wegen mit klaren Strukturen und einfachen Techniken. Hierfür bieten wir als DVV mit der vhs.cloud eine geeignete Plattform.

Wie kann man die Cloud zur internen Kommunikation an der Volkshochschule nutzen? Beispielsweise können Dateien in Gruppen hochgeladen und online bearbeitet werden. So entsteht nicht nur eine übersichtliche Datei-Ablage, sondern auch die Möglichkeit zur digitalen Zusammenarbeit an Dokumenten. Die Gruppen bieten die Möglichkeit zum Austausch im Forum, sei es für einzelne Projekt-Teams, konkrete Veranstaltungen oder zu Themen aus dem Bereich der allgemeinen Bildungsarbeit. Beispielsweise können die Landesverbände auf der Plattform mit den zugehörigen Volkshochschulen zusammenarbeiten und Ideen und Erfahrungen austauschen. Eine digitale Eins-zu-Eins Kommunikation bietet der Messenger, also der Live Chat. Die vhs.cloud ist also eine ortsunabhängige Plattform zum gemeinsamen Arbeiten, Brainstormen und Kommunizieren in der vhs-Welt.

Ausprobieren und Experimentieren

Mit dem neuen Konzept zur digitalen Transformation möchte der DVV außerdem dazu anregen, bei der Entwicklung neuer Lernformate den Fokus auf innovative und partizipative Elemente zu setzen. Dies funktioniert besonders gut, wenn Kursleiter*innen, Teilnehmende oder externe Personen als „Ausprobierer“ einbezogen werden. So können die neuen Ideen getestet, kritisch hinterfragt und bei Bedarf angepasst werden.

Einen lebendigen Rahmen für solche Experimentierräume bieten Workshops, in denen jede*r Teilnehmer*in eigene Ideen oder Bedenken einbringen kann. Bei technischen Umsetzungen sind Testphasen wichtig. Hier sollte genügend Zeit eingeplant sein, um alle Eventualitäten durchzuspielen, Fehler aufzuzeigen und zu korrigieren. Und nicht zuletzt sind die Zielgruppen gefragt: Ist die Beschreibung in meinem Projekt für die Teilnehmenden verständlich? Entsprechen die Ergebnisse dem gewünschten Ziel? Wird die Motivation zur Teilnahme bis zum Ende aufrechterhalten? Nur durch Ausprobieren und Analyse der neuen Lern-Formate lässt sich eine neue Idee bestmöglich umsetzen.

Ein besonderes und sehr erfolgreiches Experiment waren die DigiCircles im Rahmen der vhs.cloud. Um Best Practice Modelle zu starten, wurden diese Kollaborationselemente von jeweils drei bis fünf Volkshochschulen gegründet. Innerhalb der Digicircles kreierten die Akteure gemeinsam digital gestützte Bildungsangebote und Veranstaltungen für ihre Region, setzten diese um und analysierten und reflektierten diesen Prozess im Anschluss. Seit Projektbeginn wurden rund 130 Projekte in ca. 30 Digicircles verfolgt.

Partnerschaften eingehen

Mehrsprachige App für Neu-Hamburger*innen, gemeinsam entwickelt von vhs, Bücherhallen Hamburg und Elbkinder.

Unter dem Begriff der vhs-Community sollen nicht ausschließlich Volkshochschulen und deren Mitarbeitende und Teilnehmende verstanden werden. Wir wünschen uns im Rahmen der digitalen Transformation einen verstärkten Austausch und den Beziehungsaufbau mit weiteren Akteuren aus Kultur und Bildung. Um gemeinsam und komplementär am Aufbau und an der Ausgestaltung einer bedarfsgerechten (kommunalen) Bildungslandschaft mitzuwirken, ist eine offene und ehrliche Kommunikation statt Konkurrenzdenken gefragt. Der Austausch auf Augenhöhe und das gemeinsame Ziel einer guten Bildungs- und Kulturversorgung bilden die Basis für eine gelungene Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren. Auch hierfür ermöglichen wir digitale Wege, um so die Breitenwirkung von gemeinsamen Projekten zu verbessern.

Dass es bereits erfolgreiche Partnerschaften gibt, zeigt die Hamburger Volkshochschule. Gemeinsam mit dem Startup audioguideME und Hamburger Öffentliche Bücherhallen wurde die App „helloHamburg“ entwickelt. In fünf verschiedenen Sprachen werden kommunale Institutionen und Angebote gesammelt, um Neu-Hamburger*innen die Ankunft in der Stadt zu erleichtern. Über die mobile Kartenfunktion ist eine Navigation durch die Hamburger Straßen ganz einfach möglich. Eine digitale Vernetzung hat auch der Hessische Landesverband in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Bildung der EKHN ermöglicht: Im Herbst 2019 fand ein vhsMOOC, also ein kostenfreier Online-Kurs zur politischen Bildung statt, an dem jede interessierte Person teilnehmen konnte

Austausch wagen

Kooperationen sind also in verschiedenen Bereichen der Bildung oder auch der Organisation von Veranstaltungen und Kursen möglich und sinnvoll. Nutzen Sie die vhs.cloud als Kommunikationsmittel, für die interne Kommunikation mit Mitarbeitenden. Oder finden Sie Kursleitungen oder Teilnehmende aus anderen Communities, um neue Ideen auszuprobieren oder Brainstormings durchführen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • tba

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