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Deutscher Volkshochschul-Verband

4. Wie ein Training gestaltet werden sollte

Aus der Artikelreihe: Argumente gegen Stammtischparolen mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer

Wenn man ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen durchführen möchte, sollte man sich zunächst ins Bewusstsein rufen, was ein Argumentationstraining überhaupt ist: Es ist eine Art Werkstatt, quasi ein Labor, eine offene Lernsituation. Das Lernen geschieht hier nicht durch Belehrung, sondern durch das gemeinsame Üben, die simulierte (spielerische) und verbale Auseinandersetzung der Beteiligten mit der Realität und das Nachdenken und Bewerten dessen, was man im Training erlebt. Vor allem wird erwogen, inwieweit das mit der Wirklichkeit außerhalb des Workshops übereinstimmt und wie die erkannten und erprobten Verhaltensweisen – mit der Hoffnung auf Erfolg und mit gestärktem Selbstbewusstsein – dort eingesetzt werden können. In einem Argumentationstraining bekommen die Teilnehmer*innen zwar auch Informationen und Wissen durch die Workshop-Leitung geliefert, aber Vorrang haben die mitgebrachten Erfahrungen, das gemeinsame Ausprobieren und die daraus gezogenen Schlüsse. Der Lernweg und das Lernziel sind durch den Gruppenprozess bestimmt, daran sind alle beteiligt. 

Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen ist ein Sonderfall eines Argumentationstrainings, indem es sich um eine Auseinandersetzung mit konflikthaften Begegnungen handelt, die eine politische Brisanz haben.

In diesem Argumentationstraining findet – von allen zusammen initiiert und entwickelt – politische Bildung statt. Dabei werden auch rhetorische Fähigkeiten erlernt und geübt, aber es ist kein inhaltsleeres Rhetoriktraining. Auch wird die Selbstsicherheit der Teilnehmer*innen gestärkt, aber es ist kein individualisierendes Seminar zur Selbsterfahrung.

Bisher bin ich von vielen und diversen Organisationen, Institutionen und Initiativen zu Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen eingeladen worden und habe diese in unterschiedlichen Zeiten (Abend-, Halbtages-, Zweitages- und Wochen-Veranstaltung) durchgeführt. Zudem stehe ich in einem ständigen Erfahrungsaustausch mit anderen Trainer*innen. Das Argumentationstraining gegen Stammtischparolen hat eine breite und solide fundierte fachliche Basis.[1] 

[1]  https://www.argumentationstraining-gegen-stammtischparolen.de/

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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