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Deutscher Volkshochschul-Verband

Tag 1: Diversität und Jugendbildung

Inhalt

Der erste Tag des Vernetzungstreffens widmet sich dem Thema Diversität aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Schwerpunkten. Neben dem Impulsvortrag zum Thema „Diversitätssensibilität in der politischen Jugendbildung” haben Sie die Möglichkeit, sich im Rahmen von Workshops und Themen-Spots näher mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen, Projekten und Praxisbeispielen und mit unterschiedlichen Diversitätsaspekten auseinanderzusetzen.

Programm | Tag 1

08:30 - 09:00: Offenes Ankommen
09:00 - 09:30: Begrüßung und Pogrammvorstellung
09:30 - 10:30: Impulsvortrag „Diversitätssensibilität in der politischen Jugendbildung” (inklusive Diskussion)

15 Minuten Kaffeepause

10:45 - 12:15: Workshops

  • Workshop 1: Rassismuskritische Bildungsarbeit mit Jugendlichen
  • Workshop 2: Gender und sexuelle Identitäten
  • Workshop 3: Die Macht von Sprache in der pädagogischen Arbeit 

45 Minuten Mittagspause

13:00 - 14:00: Themen-Spots

  • Themen-Spot 1: Peer-Ansätze zum Thema religiöse Diversität
  • Themen-Spot 2: Empowerment junger Menschen an der Schwarzen Volkshochschule
  • Themen-Spot 3: Inklusive Bildung mit Kindern und Jugendlichen am Beispiel des talentCAMPus

14:00 - 14:30: Zusammenkommen im Plenum und Tagesabschluss

14:30 - 15:00: Präsentation des neuen DVV-Projekts medienkulturCAMPus – „Medienkulturelle Bildung für aktive Teilhabe junger Menschen” – Michael Kempmann

Impulsvortrag

Thema: „Diversitätssensibilität in der politischen Jugendbildung”

Ahmet Sinoplu ist Diplom-Sozialarbeiter und Geschäftsführer von Coach e.V. – Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migrant:innen. Er wirkte europaweit als Trainer und Bildungsreferent für diversitätsbewusste internationale Jugendarbeit (insbesondere zu den Themen: Diversität, Diskriminierung, Rassismuskritik, Empowerment, Gewaltprävention und Internationale Mobilität). Zuletzt hat er als Projektmanager bei der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke gGmbH in Düsseldorf (Eine Initiative der Stiftung Mercator) und als freiberuflicher Projektreferent bei der Robert-Bosch-Stiftung gearbeitet. Ehrenamtlich engagiert er sich unter anderem bei NEOLA art projects e.V., eine Plattform für junge aufstrebende zeitgenössische Kunst aus der Türkei und Deutschland.

Workshops

Workshop 1: Rassismuskritische Bildungsarbeit mit Jugendlichen

Dr.in phil Jule Bönkost ist Amerikanistin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2013 arbeitet sie im Bereich diskriminierungskritische Bildung, die sie sowohl aus Sicht der Theorie als auch aus Sicht der Praxis kennt. Ziel ihrer Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen ist es, für Privilegien und Machtverhältnisse zu sensibilisieren und für kritische Selbstreflexion und diskriminierungskritisches Handeln zu begeistern. Sie hält bundesweit Vorträge, bietet Workshops an und berät im Themenfeld Diversity und Antidiskriminierung.

Workshop 2: Gender und sexuelle Identitäten

Stefanie Fichter ist seit 2016 Projektleitung bei ABqueer, übernimmt alle Aufgaben rund um die Projektverwaltung und koordiniert das Erwachsenenbildungsprojekt teach out. Sie hat einen Master in Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Gender Studies. Während ihrer Schulzeit besuchte sie selbst einen Aufklärungsworkshop von ABqueer auf einem politischen Festival und hatte da bereits Lust, später selbst mal Schulworkshops zu geben. Den Lebensort Schule sicherer für queere Schüler*innen und schlussendlich für alle Schüler*innen zu machen, ist Stefanie Fichter ein großes Anliegen.

Workshop 3: Die Macht von Sprache in der pädagogischen Arbeit

Ilka Simon arbeitet seit 2012 als Koordinatorin, Referentin und Beraterin beim AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Verbündetenarbeit und kritisches Weißsein, Rassismus und Sprache, institutioneller Rassismus bei der Polizei sowie rassistische Ausschlusspraxen im Bereich Güter- und Dienstleistungen. Sie hat darüber hinaus Erfahrungen als systemische Beraterin sowie Antibias-Trainerin.

Themen-Spots

Shereen Chaibi (li.) und Ido Beit Halachmi

Themen-Spot 1: Peer-Ansätze zum Thema religiöse Diversität

Shereen Chaibi beendet zurzeit ihr Masterstudium in Medien und Politischer Kommunikation und leitet und koordiniert das Projekt „Interreligious Peers“. Nebenbei ist sie seit einigen Jahren bei unterschiedlichen Trägern als freie Trainerin in der politischen Bildungsarbeit aktiv, Medienberaterin für Eltern und Schüler*innen, pädagogische Mitarbeiterin am Rütli-Campus im Kurs „Nahostkonflikt“ und engagiert sich in vielen anderen Projekten und Bereichen u.a. zum Thema Diversity, Rassismus und machtkritische Bildung. 

Ido Beit Halachmi lebt seit 2014 in Berlin und studiert Operngesang an der HfM (Hochschule für Musik Hanns Eisler) in Berlin. Beim Projekt „Interreligious Peers“ leitet er seit vielen Jahren Workshops, ist an der Methodenentwicklung beteiligt und berät Lehrer*innen zu unterschiedlichen Themen im Bereich der politischen Bildungsarbeit.

Themen-Spot 2: Empowerment junger Menschen an der Schwarzen Volkshochschule

Yonas Endrias leitet die Afrika Akademie / Schwarze Volkshochschule (SVHS) an der Volkshochschule Berlin Mitte und ist Vorstandsmitglied des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland e. V.

Michael S. Rauscher (li.) und Andrea Häfele

Themen-Spot 3: Inklusive Bildung mit Kindern und Jugendlichen am Beispiel des talentCAMPus

Michael S. Rauscher ist Programmbereichsleiter für Politische sowie Berufliche Bildung an der VHS Steglitz-Zehlendorf in Berlin. Als Mitbegründer der eVHS setzt er sich berlinweit für die verstärkte Nutzung der Digitalisierung ein. In seiner Volkshochschule ist er u.a. auch für den talentCAMPus verantwortlich, den er gemeinsam mit zahlreichen Partner*innen umsetzt.

Andrea Häfele ist Kulturwissenschaftlerin und Erziehungswissenschaftlerin und hat die Zusatzausbildung zur Facherzieherin für Integration. Sie arbeitet beim Verein „Eltern beraten Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung“. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit berät sie andere Eltern und Fachkräfte. Außerdem organisiert sie vielfältige inklusive Familienangebote, oft in Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen.

Sebastian Singer (li.), Ingo Joers (Mitte) und Nico Altmann

Sebastian Singer ist Erziehungswissenschaftler und arbeitete drei Jahre in dem von Aktion Mensch geförderten Projekt "Ich bin ein Stadtteil, für das Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. Das Ziel des Projektes war es, eine inklusive Gemeinwesenarbeit in dem Bismarckkiez, in Berlin Steglitz, voran zu bringen. Hierbei war ein Schwerpunkt der Arbeit die Zusammenarbeit mit Werkstätten wie Thikwa - Werkstatt für Theater und Kunst von den Nordberliner Werkstätten.

Nico Altmann und Ingo Joers arbeiten in der Thikwa Werkstatt für Theater und Kunst- der Nordberliner Werkgemeinschaft. Neben der Arbeit als Künstler in den Ateliers, sind beide auch im Ensemble des Theater Thikwa. In der Kooperation mit „Ich bin ein Stadtteil“ fungierten beide als Anleiter und vermittelten Techniken in separaten Kursen.

Weitere Infos über das Vernetzungstreffen junge vhs

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Getty Images / frimages
  • Coach e. V.
  • Dr.in Jule Bönkost
  • Mika Wisskirchen
  • Foto links: Shereen Chaibi, Foto rechts: Wolfgang Beyer
  • Foto links: Rainer Jordan, atelier-rainer-jordan.de; Foto rechts: Joerg Farys Fotografie
  • Foto links: Sebastian Singer; Foto Mitte und Foto rechts: Alvaro Martinez–Alonso und Pierre Spiegelberg