Seit 1992 gilt die UN-Kinderrechtskonvention auch für Deutschland und hat den Rang eines Bundesgesetzes. Ziel der UN-Kinderrechtskonvention ist es, Minderjährige zu schützen, ihnen ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen und sie an unserer Gesellschaft zu beteiligen. Um junge Menschen an die Demokratie und Aspekte wie Gleichheit, Freiheit, Gerechtigkeit, persönliche Entfaltung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt usw. heranzuführen, können Kinderrechte als Ausgangspunkt dienen und einen niedrigschwelligen Zugang zu politischer Bildung ermöglichen. Gleichzeitig bietet sich die Chance, sie über ihre Rechte aufzuklären und ihnen Möglichkeiten für Partizipation und politische Teilhabe aufzuzeigen. Somit eröffnen sich rund um dieses Thema für Volkhochschulen vielfältige Optionen, um Kinderrechte in ihre Bildungsangebote für junge Menschen einzubinden – diese Möglichkeiten möchten wir im Rahmen des Webtalks genauer ausleuchten.
Folgende Fragen stehen im Fokus des Webtalks:
- Wie können wir, ausgehend von den Kinderrechten, jungen Menschen den Zusammenhang zwischen ihrer Lebenswelt und gesellschaftlichen Strukturen bzw. politischen Rahmenbedingungen verständlich machen? Welche konkreten Methoden, Praxistipps und Erfolgsrezepte gibt es dafür?
- Inwiefern sind Kinderrechte mit Empowerment und echter Partizipation verknüpft und welche Haltung sollten pädagogische Fachkräfte dafür mitbringen?
- Welche Möglichkeiten gibt es, Kindern und Jugendlichen mit Blick auf Kinderrechte transnationale bzw. globale Perspektiven zu eröffnen und mit ihnen z. B. die Situation von Kindern, die in Kriegsgebieten wohnen, vertrieben wurden oder auf der Flucht sind, zu thematisieren?
- (Wie) können Volkshochschulen (oder andere kommunale Einrichtungen) dazu beitragen, Kinderrechte vor Ort zu stärken und Minderjährigen Beteiligung zu ermöglichen?
Als Expert*innen werden Maria Burkhardt, Mitarbeiterin beim KinderStärken e.V. und Lehrbeauftragte an der Hochschule Magdeburg-Stendal, Dr. Sabrina Diana Lesch, Politikwissenschaftlerin und Mitglied der Koordinierungsgruppe der BAG Kinderinteressen, sowie Dr. Agnes Anna Arndt, Vertretungsprofessorin am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, mitwirken.