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Über das Beratungsangebot
Volkshochschulen sind zunehmend mit rechtsextremen, diskriminierenden oder demokratiefeindlichen Vorfällen und Phänomenen konfrontiert. Darauf hat nicht zuletzt das Forschungsprojekt „Brandmauern im Bildungswesen“ (Öffnet in einem neuen Tab) der Universität Hamburg ein Schlaglicht geworfen.
Eines der zentralen Anliegen von vhs: demokratiestark ist es, die Widerstandskraft der Volkshochschulen in Bezug auf genau jene Vorkommnisse zu stärken. Hierfür bieten wir ab sofort individuelle und passgenaue Beratung an. Wir unterstützen euch dabei, herausfordernde Situationen einzuordnen, Konflikten vorzubeugen und angemessene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Das Beratungsangebot können vhs-Leitungen sowie Mitarbeiter*innen in einer vhs oder in einem Landesverband wahrnehmen. (Kursleitungen können aktuell leider nicht beraten werden.) Das Spektrum von demokratiefeindlichen Vorfällen und Phänomenen, zu dem wir beraten, ist groß. Die folgenden Beispiele sollen ein Gefühl dafür vermitteln, in welchen Fällen wir helfen können:
- Eure Diskussionsveranstaltung wurde von Rechtsextremen gestört?
- Eine Kursleitung verbreitet Verschwörungserzählungen?
- Eine demokratiefeindliche Gruppierung möchte die Räume der vhs anmieten?
- Du fragst dich, wie du mit politischen Angriffen auf eure demokratische Positionierung und Programmarbeit umgehen kannst?
Der Prozess: Schritt für Schritt
Hier erklären wir, wie die Beratung Schritt für Schritt abläuft.
Schritt 1: Kontakt aufnehmen
Schritt 2: Anfrage klären
Schritt 3: Beratung und Begleitung
Grundsätze unserer Beratung
- Wir arbeiten transparent und behandeln dein Anliegen vertraulich.
- Für die Beratung entstehen dir keine Kosten.
- Wir orientieren uns an deinen Bedarfen und Ressourcen.
- Wir gestalten den Beratungsprozess gemeinsam mit dir.
- Wir verfolgen den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wir beraten dich also zu möglichen Maßnahmen, setzen diese aber selbst nicht um. Unsere Beratung verfolgt das Ziel, deine Handlungskompetenz nachhaltig zu stärken.
- Unsere Beratung beruht auf einer menschenrechtsorientierten Haltung und zielt auf die Stärkung einer demokratischen Kultur.
- Wir bringen Fach- und Erfahrungswissen in die Beratung ein.
- Wir sind bundesweit vernetzt und verweisen im Bedarfsfall an andere qualifizierte Anlaufstellen, z.B. für rechtliche Beratung, Antidiskriminierungsberatung oder psychosoziale Unterstützung.
Unsere Beraterinnen
Susanne Beyer
Langjährige Arbeitsschwerpunkte von Susanne Beyer sind die Themenfelder Demokratiestärkung, Rechtsextremismusprävention und Diversity, zu denen sie in unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen Maßnahmen und Projekte begleitet und umgesetzt hat.
Judith Heinmüller
Nach ihrem Studium der Sozialwissenschaften (M.A.) war Judith Heinmüller von 2018 bis 2025 bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) tätig und beriet dort Einzelpersonen und Organisationen zum Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsideologie.