Inhalt
Kinder und Jugendliche gehören zum Publikum vieler Volkshochschulen. Ob in der Sprachförderung, in kreativen Angeboten oder in der politischen Bildung: Junge Menschen sind da. Und wer mit ihnen arbeitet, trägt Verantwortung. Umso wichtiger ist es, dass wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie Volkshochschulen dazu beitragen können, Kinder und Jugendliche vor (sexualisierter) Gewalt zu schützen.
Dem Thema Kinder- und Jugendschutz wird zu Recht immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. In einigen Bundesländern gibt es bereits gesetzliche Vorgaben für Träger der Kinder- und Jugendarbeit, Schutzkonzepte zu entwickeln. Doch wie fängt man an? Was braucht es konkret?
Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen wirken auf den ersten Blick wie ein (zu) großes und komplexes Thema. Viele Volkshochschulen fragen sich, wo sie beginnen sollen und haben gleichzeitig Sorge, etwas falsch zu machen. Auch ist ein Schutzkonzept kein Allheilmittel – es kann keine absolute Sicherheit garantieren. Aber es setzt nach innen wie nach außen ein deutliches Zeichen: Wir nehmen Kinderschutz ernst! Diese Haltung stärkt nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern wirkt auch abschreckend auf potenzielle Täter*innen.
Handreichung
Unsere Handreichung „Die Volkshochschule als sicherer Ort für Kinder und Jugendliche. Ein praxisorientierter Leitfaden zur Erstellung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt“ (Veröffentlichung Ende März 2026) möchte Orientierung bieten: Sie eröffnet den Zugang zum Thema Kinder- und Jugendschutz und unterstützt Sie dabei, die ersten Schritte zu gehen.
Entscheidend ist, das Thema überhaupt wahrzunehmen, sich damit auseinanderzusetzen und gemeinsam im Team in einen Prozess einzusteigen. Es gibt dabei nicht den einen perfekten Weg. Wichtig sind klare Vereinbarungen wie zum Beispiel ein Verhaltenskodex oder das Einholen von erweiterten Führungszeugnissen und einer Selbstverpflichtungserklärung.
Niemand muss das Rad neu erfinden. Vom gegenseitigen Austausch, von Vorlagen oder der Übernahme einzelner Textbausteine lässt sich sinnvoll profitieren. Entscheidend ist jedoch: Ein Schutzkonzept entfaltet seine Wirkung erst, wenn es gemeinsam erarbeitet und in Ihrer Einrichtung aktiv gelebt wird.
Schutzkonzepte an Volkshochschulen
Einige Volkshochschulen haben bereits Schutzkonzepte entwickelt:
vhs Aalen (Öffnet in einem neuen Tab)
Hamburger vhs PDF-Datei 527,45 kB
vhs Potsdam (Öffnet in einem neuen Tab)
Wenn auch Ihre vhs schon so weit ist und Sie Ihr Konzept mit anderen Volkshochschulen teilen möchten, geben Sie uns gerne Bescheid! Dann verlinken wir hier sehr gerne auch auf Ihre Website bzw. Ihr Konzept.
Veranstaltungen
Geplant sind u. a. digitale Austauschformate zu Bestandteilen von Schutzkonzepten – weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.
Wenn Sie Veranstaltungen speziell für Volkshochschulen anbieten und diese hier veröffentlichen möchten, geben Sie uns gerne Bescheid!
Bereits vergangene Veranstaltungen
Schulung „Von der Idee zur Umsetzung – Schutzkonzepte in der (jungen) vhs“
Auftaktveranstaltung Kinder- und Jugendschutz
Weitere Informationen
Hier finden Sie, aufbauend auf das Literatur- und Quellenverzeichnis der Handreichung, weiterführende Informationen zu verschiedenen Bereichen. Dieser Bereich wird fortlaufend ergänzt.
Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendschutz finden Sie auch auf der Seite des talentCAMPus (Öffnet in einem neuen Tab).
Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung, ob zur Handreichung, zu Ihren Erfahrungen oder zu geplanten Veranstaltungen – melden Sie sich gerne!
Ansprechpartnerin für Rückfragen
Annegret Ernst
Deutscher Volkshochschul-Verband
Annegret Ernst
Königswinterer Straße 552 b
53227 Bonn