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13.05.2026

Grenzen als Chancen für Entwicklung und Innovation

Bundeskonferenz der mittelstädtischen und regionalen vhs

Teilnehmende der 63. Bundeskonferenz der mittelstädtischen und regionalen Volkshochschulen

Von Flensburg bis Lörrach, von Aachen bis Görlitz: Die diesjährige Bundeskonferenz der mittelstädtischen und regionalen Volkshochschulen zog zahlreiche Teilnehmende aus vhs in ganz Deutschland an – und damit nicht genug: auch Leitungen aus den Schweizer Volkshochschulen waren vertreten. Im Mittelpunkt der dreitägigen Veranstaltung standen der fachliche Austausch zu innovativen Bildungsformaten sowie die Weiterentwicklung der Volkshochschulen als wichtige Säule der Weiterbildung und demokratischen Bildung.

Passend zum Tagungsort lautete das diesjährige Motto „An der Grenze“. Moers liegt nahe der Grenze zu den Niederlanden, Kamp-Lintfort an der Schnittstelle zum Ruhrgebiet – geografische Übergänge, die Anlass geben, über Grenzen ganz grundsätzlich nachzudenken: über jene, denen die Volkshochschulen in ihrer Arbeit begegnen, und darüber, wie sich dies produktiv nutzen lässt. 

Die Organisator*innen der Konferenz luden dazu ein, Grenzen nicht als Barrieren zu verstehen, sondern als Chancen für Entwicklung und Innovation. Mit Kreativität und guten Ideen ging es um die Gestaltung von Bildungsangeboten, die Bürger*innen stärken: zur Weiterbildung ermutigen, zum kritischen Hinterfragen anregen und zur aktiven Teilhabe an gesellschaftlich relevanten Entscheidungen befähigen.

Was brauchen Volkshochschulen heute und wie lassen sich vermeintliche Grenzen überwinden? Die Herausforderungen sind aktueller denn je: globale ökologische und politische Krisen, Verunsicherung und wachsendes Misstrauen prägen unsere Zeit. Mit dem Mut, neu zu denken und über selbstgesetzte Grenzen hinauszugehen, bleiben Volkshochschulen offene Orte für alle, die lernen und sich in die Gesellschaft einbringen wollen. So tragen Volkshochschulen auch künftig dazu bei, dass Bildung als Unterstützung auf dem Weg zu Selbstbestimmung und eigenständiger Interessenvertretung wirksam wird. Mit einem breiten Workshop-Programm wurden diese Fragen und Aspekte aktiv erforscht und diskutiert. 

Die Eröffnung der Konferenz nutzte Wolfgang Thoenes, erster Beigeordnete und Kulturdezernent der Stadt Moers, um die Bedeutung der Volkshochschulen als offene Lernorte, die alle Generationen, Kulturen und Bildungswege verbinden, hervorzuheben. Katinka Bartl, stellvertr. DVV-Verbandsdirektorin, pflichtete dem bei – betonte aber auch, dass die Bedingungen, unter denen diese Leistung erbracht werde, immer herausfordernder würden. Durch die aktuellen politischen Entscheidungen gerieten die Volkshochschulen immer stärker unter Druck. Abends gab es für die Teilnehmenden einen Empfang der Bürgermeisterin Julia Zupancic im Rathaus, die sich ebenfalls lobend über die Arbeit der Volkshochschulen äußerte: „Der rege Austausch und die praktischen Impulse aus den Workshops liefern wertvolle Impulse für unsere lokale Bildungslandschaft und stärken die demokratische Teilhabe unserer Bürgerinnen und Bürger“.

Auch Beate Schieren-Ohl, Leiterin der gastgebenden vhs Moers – Kamp-Lintfort, zog nach Ende der Konferenz ein positives Fazit: „Mit 110 Anmeldungen war die Bundeskonferenz komplett ausgebucht. Vom inhaltlichen Input über das Exkursionsangebot und über die kulturellen Aktionen bis zum Essen war alles perfekt.“

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Bettina Engel-Albustin | Fotoagentur Ruhr moers

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