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29.01.2026

Projekt „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ endet nach acht Jahren

Materialien und Konzepte stehen auch in Zukunft zur Verfügung.

Junge Menschen vor demokratiefeindlicher Radikalisierung schützen und damit gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig stärken: diesem Ziel widmete sich seit 2018 das Projekt „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt (PGZ)“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV). Im Projektverlauf entstanden zahlreiche Materialien, Fortbildungs- und Vernetzungsangebote, um junge Menschen gegen extremistisch motivierte Ansprachen zu stärken. Nun endet das Projekt, weil die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausläuft.

„Studien zeigen, dass extremistische Akteure es gezielt darauf anlegen, insbesondere Jugendliche zu radikalisieren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir nicht nachlassen, junge Menschen gegen diese Einflüsse zu stärken und pädagogische Fachkräfte für die Herausforderungen der Präventionsarbeit zu sensibilisieren“, kommentiert Julia von Westerholt, Direktorin des DVV die Arbeit des Projektes. „Wir bedauern es deshalb sehr, dass diese wichtige Arbeit durch das Ministerium nicht mehr weiter gefördert wird.“

Seit seiner Gründung entstanden im Projekt „Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ zahlreiche Konzepte und Handreichungen für den Einsatz mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Hierzu zählten auch sprachlich niedrigschwellige Materialien, um bspw. junge Menschen mit Deutsch als Zweitsprache oder geringeren Lese- und Schreibkompetenzen zu erreichen. Die thematischen Schwerpunkte umfassen insbesondere die Themen Rassismus, Klassismus und Antifeminismus. In den letzten Projektjahren lag außerdem ein besonderer Fokus auf der Antisemitismusprävention sowie rassismuskritischen und diversitätssensiblen Ansätzen. Alle Publikationen wurden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Ein weiterer zentraler Baustein des Projekts war die Qualifizierung von Fachkräften: Mehrere hundert vhs-Mitarbeitende, Respekt Coaches sowie Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit nahmen über die Jahre an Schulungen, Fachtagungen und Online-Formaten des Projektes teil. Viele von ihnen wurden als Multiplikator*innen ausgebildet, um die Inhalte des Projekts in ihre regionale Bildungsarbeit weiterzutragen. Digitale Angebote wie z.B. ein Web-Based-Training zur primären Präventionsarbeit erweiterten die Reichweite des Projekts zusätzlich.

Trotz des Auslaufens der Förderung können die entwickelten Materialien, Konzepte und digitalen Selbstlernangebote über die Websites des DVV weiterhin kostenfrei abgerufen werden. „Wir hoffen, dass wir damit auch über die Laufzeit des Projektes hinaus weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Kompetenzen, zur Prävention von Radikalisierung und zu einem solidarischen gesellschaftlichen Miteinander leisten können“, so von Westerholt.

 

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