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21.07.2026

Gemeinsam Gesundheit stärken

Bundesfachkonferenz Gesundheit 2026 in Hamm

Eine Podiumsdiskussion in Hamm widmete sich dem Thema „Wem gehört Heimat – und wer entscheidet darüber?“

Rund 140 Programmverantwortliche für Gesundheitsbildung aus Volkshochschulen in ganz Deutschland folgten am 22. und 23. Juni der Einladung ins westfälische Hamm. Auf der Tagesordnung standen Grundsatzfragen: Wie begegnen Volkshochschulen den Herausforderungen an eine Gesellschaft, in der Einsamkeit zunimmt, die Folgen des Klimawandels immer stärker spürbar werden und die Digitalisierung das Alltagsleben verändert? Und welche Rolle spielt die Gesundheitsbildung dabei?

Zur Eröffnung begrüßten Marco Düsterwald, Direktor der vhs Hamm, und Celia Sokolowsky, Vorstandsvorsitzende des Landesverbands der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen, die Teilnehmenden. Beide betonten: Der Bundesarbeitskreis Gesundheit ist das wichtigste vhs-Gremium, wenn es darum geht, bundesweit Innovationen, Vernetzung und Impulse in die Gesundheitsbildung zu tragen. Dr. Britta Obszerninks, Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend und Soziales der Stadt Hamm, hob in ihrem Grußwort hervor, wie bedeutend die vhs Hamm und die Erwachsenenbildung für das gesellschaftliche Leben und die Gesundheit der Stadtbevölkerung sind. Sascha Rex vom DVV rundete den Auftakt ab und skizzierte den aktuellen Stand des Verbandsentwicklungsprozesses im DVV.

Inhaltlich startete die Konferenz mit einem Podiumsgespräch: Sechs Expert*innen gaben Kurzimpulse zu den Schwerpunktthemen – Gesundheitskommunikation, Digitalisierung, Klima und Nachhaltigkeit, Kooperationen, Teilhabe und Inklusion sowie Einsamkeit. Die anschließenden parallelen Workshops boten dann Raum, diese Themen vertieft zu bearbeiten: praxisnah, im Dialog und mit dem Blick auf konkrete Handlungsoptionen für die Arbeit vor Ort.

Für den nötigen Ausgleich nach einem intensiven ersten Konferenztag sorgte ein gemeinsames Abendessen beim Mexikaner – inklusive Pub-Quiz, das bei sommerlichen Temperaturen für gute Laune und lebhafte Gespräche sorgte.

Der zweite Konferenztag startete mit einem Yoga-Warmup und bot danach zwölf Praxissessions. Kooperationen mit Hochschulen in Zeiten knapper Budgets, Angebote gegen Einsamkeit, das vhs-Projekt „POWER” zur digitalen Gesundheitskompetenz, Kunst auf Rezept, Diskurs am Suppentopf, gelebte Nachhaltigkeit in der vhs oder Selbstschutz als Gesundheitskompetenz: Die Vielfalt der Praxisbeispiele zeigte eindrucksvoll, wie kreativ und thematisch breit die vhs-Gesundheitsbildung bundesweit aufgestellt ist.

Eine Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch beide Konferenztage: Die aktuellen Herausforderungen lassen sich nicht im Alleingang bewältigen. Gesundheitsbildung an Volkshochschulen gelingt heute nur programmbereichsübergreifend und im engen Schulterschluss mit vielfältigen Kooperationspartner*innen aus Sport, Kultur, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft.

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Bildnachweise

  • Miriam Mannel

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