Für rund 10 Millionen Menschen in Deutschland können der jüngsten PIAAC-Studie zufolge Anforderungen an das Lesen und Schreiben Tag für Tag zum Problem werden. Mit ihren Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen helfen Volkshochschulen, das zu ändern. Bund und Länder fördern das Lesen- und Schreibenlernen sowie den Erwerb weiterer Basiskompetenzen im Erwachsenenalter im Rahmen der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung, die 2026 zu Ende geht.
Am 28. August hat Bundesbildungsministerin Karin Prien gemeinsam mit dem Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Jan Riedel, die Volkshochschule Magdeburg und das angeschlossene Grundbildungszentrum besucht. „Die Volkshochschulen sind ein wichtiger Ort: Sie ermöglichen Menschen unabhängig von ihrer Ausgangslage, sich ein Leben lang flexibel weiterzubilden und Fähigkeiten zu entwickeln, die sie im Alltag und auf dem Arbeitsmarkt brauchen“, hob Karin Prien hervor. „Grundbildung eröffnet die Chance, die eigene Zukunft zu gestalten und persönliche Potenziale zu entfalten“.
Zu den wichtigsten Leistungen im umfassenden Programm der Volkshochschulen zählt die Digitalbildung für alle. Lange nach Ende ihrer Schulzeit müssen Menschen in der digitalisierten Welt Grundlegendes dazulernen, zum Beispiel den sicheren und zielführenden Umgang mit KI. Karin Prien sprach sich dafür aus, zu ermitteln, welche Bevölkerungsgruppen bei der digitalen Entwicklung zusätzliche Unterstützung brauchen.
Damit Volkshochschulen weiterhin ihren Aufgaben in der Vermittlung von Grund- und Zukunftskompetenzen nachkommen können, brauchen sie ihre selbstständigen Lehrkräfte. Die Ministerin bestätigte, dass die Bundesregierung hier an einer Lösung arbeite.
Der DVV weist seit Langem darauf hin, dass insbesondere die rechtliche Lage von Personen geklärt werden müsse, die hauptberuflich anderweitig beschäftigt sind und nebenberuflich unterrichten. Karin Prien machte deutlich, dass diese Gruppe durch die Neuregelung nicht schlechtergestellt werden dürfe.