Inhalt
Abschied von einer Kämpferin
In tiefer Trauer nimmt der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) Abschied von seiner Ehrenpräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth. Mehr als 35 Jahre und bis zuletzt kämpfte sie an der Seite der Volkshochschulen für die Stärkung der öffentlich geförderten Weiterbildung. Mit dem Tod von Prof. Dr. Rita Süssmuth verliert die vhs-Familie ihre beherzte und überzeugende Fürsprecherin und unser Land eine seiner engagiertesten Politikerinnen.
Am 24. April 1988 wurde Prof. Dr. Rita Süssmuth erstmals zur Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) gewählt. Als erste Frau und erste Spitzenpolitikerin in diesem Ehrenamt brachte sie nicht nur eine außergewöhnliche politische Erfahrung mit, sondern bereicherte die verbandliche Arbeit auch mit ihrer erziehungswissenschaftlichen Expertise und ihrem tiefen Verständnis bildungsbiografischer Zusammenhänge.
Obwohl ihre hohen politischen Ämter – zunächst noch als Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit, anschließend als Bundestagspräsidentin – eine große Verantwortung mit sich brachten, nahm Rita Süssmuth ihre Aufgabe im DVV stets mit größter Hingabe wahr. Für sie war die DVV-Präsidentschaft immer mehr als ein symbolisches Ehrenamt. Zeitlebens verband sie mit den Volkshochschulen die gemeinsame Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel zu einer offenen und gerechten Gesellschaft ist. Aus dieser Überzeugung heraus kämpfte sie leidenschaftlich für eine inklusive und integrative Bildungspolitik, die niemals nur auf den reinen Wissenserwerb abzielt. Lebenslangen Lernen, so ihr Credo, eröffnet einen chancenreichen Weg für jeden einzelnen Menschen und bildet das gesellschaftliche Fundament für kulturelle Vielfalt und demokratischen Zusammenhalt.
Ob beim Thema Bildungsgerechtigkeit, bei der Förderung von Teilhabe, der Stärkung marginalisierter Gruppen, der Integration von Zugewanderten oder beim Ausbau der internationalen Zusammenarbeit und Gemeinschaft: Über die Jahre gingen viele politische Verdienste der fortschrittlich denkenden Sozialpolitikerin Süssmuth Hand in Hand mit ihrem Einsatz für die Sache der Volkshochschulen. In ihren 27 Jahren als Präsidentin des DVV gelang es Rita Süssmuth mit Entschlossenheit und Beharrlichkeit dabei immer wieder, nicht nur den Themen, sondern auch den Volkshochschulen selbst Gehör zu verschaffen und die Wahrnehmung der Leistungen der öffentlich geförderten Weiterbildung zu stärken.
In Würdigung ihres jahrzehntelangen Engagements wählte die DVV-Mitgliederversammlung 2015 Rita Süssmuth nach ihrem Abschied vom offiziellen Präsidentenamt einstimmig zur ersten Ehrenpräsidentin des Verbandes. In dieser Funktion blieb sie auch nach ihrer aktiven politischen Laufbahn eine prominente und erfolgreiche Unterstützerin der deutschen Volkshochschulen.
Zugleich war sie als Mitglied im Kuratorium von DVV International eine Anwältin für die internationale Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung weltweit. Ihrem internationalen Engagement zu Ehren lobt DVV International seit 2019 den „Rita-Süssmuth-Preis für die internationale Volkshochschule“ aus. Zuletzt wurde der Preis am 04. Juni 2025 im Rahmen der Generalversammlung der European Association for the Education of Adults (EAEA) in Leipzig an Volkshochschulen verliehen, die – ganz nach Süssmuths Vorbild – in ihrer Arbeit in besonderem Maße internationale Bezüge herstellen, Brücken bauen, Menschen willkommen heißen und Perspektiven erweitern.
Rita Süssmuth war eine Visionärin, die stets den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen stellte. Sie hat Generationen inspiriert und ermutigt, ihre Rechte und Möglichkeiten wahrzunehmen. Ihr unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit hat Maßstäbe gesetzt für alle, die jetzt und künftig in unserem Land Verantwortung für Bildung, Bildungspolitik und Gesellschaftspolitik tragen.
In dieser Zeit des Abschieds sind unsere Gedanken bei ihrer Familie, ihren Freunden und all jenen, die das Glück hatten, mit ihr zusammenzuarbeiten oder von ihrer Weisheit und Menschlichkeit zu profitieren. Rita Süssmuth wird im Gedächtnis der Volkshochschulen und in den Herzen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterleben. Sie hat uns angespornt, ermutigt und bereichert, wir haben sie sehr verehrt und sehr gern gehabt.
Weiterlesen: "Wir werden Rita Süssmuth nie vergessen"
Mehr über das Wirken von Rita Süssmuth und ihren Einsatz für die Volkshochschulen lesen Sie im Nachruf des DVV-Ehrenvorsitzenden Dr. Ernst Dieter Rossmann und in unserem digitalen Kondolenzbuch (Öffnet in einem neuen Tab).
Digitales Kondolenzbuch
Dieses Kondolenzbuch bietet den Volkshochschulen und ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihre Erinnerungen an die Verstorbene, persönliche Worte des Abschieds, Wünsche sowie Beileidsbekundungen zu teilen. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Gedanken und Ihr Mitgefühl hier zum Ausdruck zu bringen und unserer Ehrenpräsidentin gemeinsam zu gedenken.
Einen Eintrag für das Kondolenzbuch verfassen (Öffnet in einem neuen Tab)
Tanja Meyer, Vorstand des Landesverbandes NiedersachsenRita Süssmuth war ein Mensch mit Herz, klarer Haltung und Mut. Diese Eigenschaften hat sie sowohl als Politikerin, wie auch in ihrem außerordentlichen Engagement für die Volkshochschulen eingebracht. Insbesondere für lebenslanges Lernen, für Teilhabe, für Frauenrechte, kurz: für unsere Demokratie. Sie hat die Welt besser gemacht. Es ist nun unsere Aufgabe, diesen Einsatz für die Menschen in Niedersachsen (und darüber hinaus), für lebenslangen Zugang zu Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft fortzusetzen. Für aktive Menschen und eine resiliente Demokratie. Danke Rita Süssmuth für dieses Erbe und für Deine wertvolle Arbeit!
Achim Battenberg aD und Melanie Beinert, vhs Ennepe-Ruhr-Ruhr-Süd, LeitungRita Süssmuth war im April 2008 zu Gast an unserer Volkshochschule. Sie hat den vom Förderverein unserer vhs gestifteten Integrationspreis, der für Menschen oder Einrichtungen, die sich in der vhs in besonderer Weise um die Gestaltung des Zusammenlebens von Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen verdient gemacht haben, erstmals übergeben und die Laudation gehalten.
Ein großer Glücksfall für unsere vhs. Ein Mensch mit derart großer Ausstrahlung und Empathie, der für uns vor Ort Türen öffnete und Spuren hinterlassen hat, von denen wir noch heute profitieren. Eine Pionierin der Integrationspolitik und eine Förderin, Visionärin und Kämpferin der öffentlich geförderten Weiterbildung, die durch ihre Präsenz, Beharrlichkeit und Unterstützung ein Vorbild für uns alle war und heute noch ist. In tiefer Dankbarkeit.
Sigrid Gensheimer, vhs LandauRita Süssmuth hat nicht nur für die Volkshochschulen einen wichtigen Beitrag geleistet und sich für lebenslanges Lernen eingesetzt. Sie war eine Politikerin, die mit Verstand, Klarheit, Engagement und auch viel Sympathie die demokratischen Werte vertreten und vermittelt hat. Sie war ein Vorbild für die Frauen in der Politik. "Wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung."
Mechthild Jorgol, Landesverband der Volkshochschulen Sachsen-Anhalt e.V. / GeschäftsführerinMit großer Dankbarkeit und tiefem Respekt nehmen wir Abschied von einer engagierten Wegbegleiterin, die die Arbeit der Volkshochschulen über viele Jahre hinweg mit Umsicht, Tatkraft und Menschlichkeit unterstützt und geprägt hat.
Rita Süssmuth setzte sich mit Überzeugung für Bildung, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Ihr Wirken war getragen von Verantwortungsbewusstsein, fachlicher Kompetenz und einem aufrichtigen Interesse an den Menschen. Sie hat Spuren hinterlassen – in unserer Arbeit, in unseren Strukturen und in persönlichen Begegnungen.
Wir verlieren mit ihr eine geschätzte Persönlichkeit, deren Engagement und Haltung uns Verpflichtung und Ansporn zugleich bleiben.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen Angehörigen.
Berbel Unruh, Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e. V.Eine wunderbare, starke Frau und hochengagierte Politikerin ist von uns gegangen. Welch ein Verlust für ihre Familie, für alle, die sie gekannt haben, für unser Land, unsere Gesellschaft. Die wenigen, aber intensiven Begegnungen mit Rita Süßmuth werden für mich unvergessen bleiben: ihre Nahbarkeit, ihre analytische Schärfe und ihre bis zuletzt ungebrochene Bereitschaft zur Auseinandersetzung im offenen, engagierten Austausch über die Fragen der Zeit. Ihr Wirken bleibt uns als vhs-Familie und mir persönlich Auftrag und Inspiration.
Michael Kempmann, talentCAMPus / DVVRita Süssmuth engagierte sich unermüdlich für Bildungsgerechtigkeit und kulturelle Teilhabe ein. Als talentCAMPus sind wir besonders dankbar für ihren Einsatz für die "Allianz für Bildung". Daraus ging das Bundesprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ hervor. Damit eröffnen wir im talentCAMPus noch heute Kindern und Jugendlichen ungeachtet ihrer Herkunft neue Chancen. Ihr Vermächtnis lebt in dieser täglichen Bildungsarbeit weiter.
Anke Steinhauer, vhs Lübbecker Land. LeiterinRita Süssmuth war für mich persönlich eine prägende Politikerin, mit der ich quasi erwachsen geworden bin.
In der Gesundheitspolitik setzte sie auf Vorsorge und Aufklärung, als die Krankheit Aids sich zur Pandemie entwickelte und bei vielen Menschen für große Verunsicherung und Angst sorgte. Der aufkommenden Hysterie setzte sie wissenschaftliche Erkenntnisse entgegen – und Empathie für die Betroffenen. Das war neu und damals mutig!
Süssmuth sprach Themen an, die in weiten Teilen der CDU und der allgemeinen Politik noch völlig tabu waren: Das Recht von Frauen auf Erwerbsarbeit, die Themen Abtreibung und Homosexualität.Dass sie dann uns, den Volkshochschulen. so verbunden war, hat mich immer auch mit Stolz erfüllt.
Vor ein paar Jahren hatte ich die Gelegenheit, einige Worte mit ihr zu wechseln und habe sie als unglaublich emphatisch und zugewandt erleben dürfen.Eine wunderbare Frau und Persönlichkeit, die ich nie vergessen werde.
Dr. Ute Bermann-Klein, Zweckverband vhs Bergheim/DirektorinDer Zweckverband Volkshochschule Bedburg, Bergheim, Elsdorf und Kerpen trauert um die Ehrenpräsidentin der Volkshochschulen, Prof. Dr. Rita Süssmuth. Ich hatte als Leiterin der vhs die große Ehre und Freude, sie mehrmals auf Volkshochschultagen zu treffen. Prof. Dr. Süssmuth hat sich mit großer Fachkenntnis, der ihr eigenen ruhigen, aber bestimmten Weise auf beeindruckende und anregende Art für die Belange der Volkshochschulen und deren Bildungsarbeit eingesetzt. Dabei blieb sie immer bescheiden, nahbar und für jeden ansprechbar. Wir schulden ihr Anerkennung und Dank. R. I. P., liebe Frau Süssmuth.
Dr. Angela Anding, vhs Jena / LeiterinBei manchen Menschen kann man sich nicht vorstellen, dass sie irgendwann nicht mehr da sein, nicht mehr mitdenken, sich nicht mehr engagieren und sich im besten Sinne nicht mehr einmischen werden – auch wenn sie schon im höheren Alter stehen. So ging es mir bei der Nachricht über den Tod von Frau Prof. Süßmuth. Wann immer ich sie – meist auf Bundesebene – vor oder während Mitgliederversammlungen, Mitgliederrat, Weiterbildungstagen persönlich erleben durfte, war mir bewusst: Eine so intelligente, kommunikative, überlegte, leidenschaftliche, vernetzte, weitblickige und dabei auch so empathische Fürsprecherin für die Belange der Volkshochschulen in Deutschland werden wir lange nicht mehr finden. Sie hat die letzten Jahrzehnte der vhs-Geschichte maßgeblich mit gestaltet, und auf ihre Unterstützung konnten wir immer zählen.
Umso besser, dass wir mit dem Rita-Süßmuth-Preis für internationales Engagement von Volkshochschulen Ihr Andenken auch symbolisch verankert haben und damit ihren Namen immer wieder präsent halten – auch wenn über die Jahrzehnte hinweg das operative und persönlich geprägte Andenken ein wenig verblassen mag.
Axel Birkenbach, St. Wendeler Volkshochschule e. V.Wir trauern um eine menschliche Politikerin und vorbildliche Kämpferin für die Erwachsenenbildung.
Dr. Katharina Rogge-Balke, vhs Heidekreis gGmbH, GeschäftsführerinMit Rita Süssmuth verliert Deutschland eine Stimme, die bewiesen hat, dass Bildung der Schlüssel zur Selbstbestimmung ist – und dass Frauen in der Politik nicht nur teilhaben, sondern sie aktiv gestalten und prägen können.
Dr. Ramona Lorenzen, Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens, BildungsmanagementBeim Volkshochschultag in Leipzig durfte ich sie persönlich erleben und kennenlernen – eine Begegnung, die mich beeindruckt hat. Ich wünsche mir, dass ihr Streben nach einer offenen und diversitätssensiblen Erwachsenenbildung auch die zukünftige Bildungsarbeit prägen wird, um so das Versprechen „Bildung für alle“ auch künftig mit Leben zu füllen.
Mein Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Wegbegleiter*innen. Ihnen wünsche ich viel Kraft für die kommende Zeit.
Andreas Gossert, kvhs Anhalt-Bitterfeld / Bildungsmanager...dankbar für alles, was diese starke Frau politisch bewegt hat, dankbar für ihre beispielhaften Impulse für die Idee der Volkshochschule!
Der Verlust ist groß; ihr Vorbild bleibt und strahlt.
Eckhard Rodemer, Volkshochschule Region Lüneburg / GeschäftsleitungMit großer Trauer nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Rita Süssmuth.
Als engagierte Verfechterin von Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und demokratischem Miteinander hat sie die Bildungslandschaft in Deutschland nachhaltig geprägt. Ihr unermüdlicher Einsatz für lebenslanges Lernen und ihre klare Haltung für Offenheit, Dialog und Integration sind eng mit den Werten der Volkshochschulen verbunden.
Die Volkshochschule Region Lüneburg würdigt Prof. Dr. Rita Süssmuth als eine herausragende Persönlichkeit, die die Bedeutung von Weiterbildung als Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt stets betont und gefördert hat. Ihr Wirken bleibt uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.
Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahe standen.
Andrea Stephan, Zweckverband Volkshochschule ZevenEine wunderbare Frau und Kämpferin für unsere Demokratie und Rechte der Frauen.
Jacqueline Knaubert-Lang, Ada-und-Theodor-Lessing vhs, Hannover, LeitungDie Volkshochschule Hannover trauert um ihre Ehrenpräsidentin Rita Süssmuth.
Mit ihr verlieren wir eine außergewöhnlich starke Persönlichkeit, eine unermüdliche Kämpferin für Bildungsgerechtigkeit und ein großes Vorbild für demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Verantwortung.
Wir verneigen uns vor ihrer Klarheit, ihrem Mut, ihrem Weitblick und ihrem Einsatz für den gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Ihr Engagement für die Erwachsenenbildung, für Chancengleichheit und für den Ausbau internationaler Zusammenarbeit hat die Arbeit der Volkshochschulen nachhaltig geprägt und weit über nationale Grenzen hinaus Wirkung entfaltet.
Der nach ihr benannte Rita-Süssmuth-Preis steht sinnbildlich für ihr Vermächtnis: Bildung als Schlüssel zu Teilhabe, Verständigung und einer offenen, solidarischen und internationalen Gesellschaft. Dieses Vermächtnis wird uns Auftrag und Verpflichtung zugleich sein.
Wir werden Rita Süssmuth ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.
Stephan Kaps, vhs Nienburg / Leitung / Mitglied im Diversity-AusschussWelch ein Verlust an kritischem Denken, Widerstand in den eigenen Reihen, Innovation und Inklusion. Die Ehrenpräsidentin des DVV, Rita Süssmuth, hinterlässt eine große Lücke im Kampf für Gleichberechtigung und Bildungsgerechtigkeit.
Ich hatte die Ehre, sie beim Volkshochschultag in Leipzig zu sprechen und bin beeindruckt. Meine Hoffnung ist es, die Erwachsenenbildungsarbeit in ihrem Sinne fortzuführen und das Versprechen "Bildung für alle" einzulösen.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, Freund*innen und Wegbegleiter*innen, denen ich für diese schwere Zeit viel Kraft wünsche.
Marc-André Heder, Volkshochschule Halle (Saale) / LeiterRita Süssmuth verstand Bildung als Schlüssel zu einer gerechten Gesellschaft – eine Überzeugung, die sie über drei Jahrzehnte an der Seite der Volkshochschulen lebte. Eine engagierte Fürsprecherin, deren Weitblick und Menschlichkeit uns Vorbild bleiben. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.
Dr. Regine Sgodda und Dr. Christian Hörmann, Bayerischer VolkshochschulverbandDer Bayerische Volkshochschulverband gedenkt einer großartigen Persönlichkeit, deren Wirken unsere vhs-Gemeinschaft tiefer und nachhaltiger geprägt hat, als Worte es fassen können. Rita Süssmuth wird in den Herzen der Volkshochschulen weiterleben. Wir werden sie vermissen. Noch im Juni des vergangenen Jahres durften wir Rita Süssmuth im Rahmen des Mitgliederrats des Deutscher Volkshochschul-Verband e. V. erleben. Wir waren einfach nur fasziniert von ihr. Sie beteiligte sich rege an den Debatten, gab wertvolle Impulse und zeigte sich so, wie wir sie alle kennenlernen durften: zugewandt, reflektiert, diskussionsfreudig.
Isabel Richter, vhs HildburghausenIhr Einsatz für Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt bleibt uns Vorbild und Verpflichtung.
Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Martin Scholz, vhs Wartburgkreis / LeiterRita Süssmuth hat die Volkshochschulbewegung nachhaltig geprägt und die Erwachsenenbildung als unverzichtbaren Bestandteil einer lebendigen Demokratie gestärkt. Ihr Engagement, ihre Haltung und ihre Menschlichkeit werden in dankbarer Erinnerung bleiben.
Monique Keßler, vhs Kyffhäuserkreis / FBL Gesellschaft und GesundheitRita Süssmuth war eine Vorkämpferin für die Gleichberechtigung von Frauen in der Politik und darüber hinaus. Mit Mut, Beharrlichkeit und Weitsicht hat sie Türen geöffnet, die lange verschlossen waren. Ihr politisches Wirken bleibt Vorbild und Auftrag zugleich.
Winfried Krüger, kvhs Ammerland gGmbH / GeschäftsführungIn meiner Funktion als vhs-Verantwortlicher und ehrenamtliches Vorstandsmitglied im Landesverband und im DVV verneige ich mich in großer Dankbarkeit und Hochachtung vor dem beeindruckenden Lebenswerk unserer Ehrenpräsidentin Rita Süssmuth, sowohl als engagierte, häufig erfolgreich zielorientiert und kämpferisch gegen den Strom schwimmende Politikerin, insbesondere aber hinsichtlich ihres unermüdlichen Einsatzes über dreieinhalb Jahrzehnte für die Anliegen von Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit, für die Anliegen unserer Volkshochschulen.
Ich hatte in den vergangenen zehn Jahren die besondere Ehre und Freude vieler persönlicher Begegnungen und Austausche mit Rita Süssmuth. Neben einer Reihe von Vorstandssitzungen waren da einige Abende (meist) vor Sitzungen des Mitgliederrats, bei denen ich ihr gegenüber sitzen und zahlreiche Themen diskutieren durfte. Ich habe sie dabei durchgängig als (auch bis tief in die Nacht) fokussierte und gleichsam offene Gesprächspartnerin erlebt, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters nicht ein einziges Mal in der Vergangenheit schwelgte, sondern in der Wahrnehmung und im Diskurs stets am Puls der Zeit war. Im Mittelpunkt stand immer und bis zuletzt die Suche nach Lösungen für jeweils wichtige konkrete Anliegen oder Bedarfe ohne jedwede parteipolitische Prägung. Ein herzliches Dankeschön für diese Gelegenheiten, die mir auch in Zukunft unvergessen bleiben werden!
Es sind Menschen wie Rita Süssmuth, die uns durch ihr großes Vorbild ermutigen, im Ringen um weitestgehende soziale Teilhabe und Chancengleichheit nichts unversucht zu lassen und im Zweifel "immer noch eine Schippe draufzulegen".
Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen in der Zeit der Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen.
Klaus Hebborn, Landesverband der Volkshochschulen von NRW/PräsidentEin Leben für Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und Demokratie - eine Stimme, die fehlt, ein Vorbild, das bleibt.
Nadja Bensien, vhs Landkreis Rostock/FBL Integration - DeutschIn tiefer Dankbarkeit für ein vorbildlich gelebtes lebenslanges Lernen in größter Offenheit und Menschlichkeit.
Eintrag für Kondolenzbuch verfassen
Alle eingereichten Beiträge werden vor der Veröffentlichung von der Online-Redaktion geprüft und anschließend zeitnah freigeschaltet.