Am 22. Januar übergab die bisherige Präsidentin der Bildungsministerkonferenz (BMK), Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, in der Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund die Amtsgeschäfte an ihre Nachfolgerin Anna Stolz, die bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus. Die Volkshochschulen waren bei dem festlichen Empfang durch DVV-Verbandsdirektorin Julia von Westerholt und den Geschäftsführenden Vorstand des Bayerischen Volkshochschulverbands, Dr. Christian Hörmann, vertreten.
Die neue BMK-Präsidentin setzt auf „Herzschlag und Hightech für Deutschland Schülerinnen und Schüler“. Sie will die digitale Entwicklung „kraftvoll und verantwortungsvoll“ nutzen und gleichzeitig die körperlich-mentale Stärke bei Kindern und Jugendlichen fördern. Damit stellt Anna Stolz hohe Ansprüche an die Medienerziehung: Wenn die Nutzung digitaler Medien entwicklungsfördernd sein soll, müssen Kinder und Jugendliche lernen, klug und maßvoll mit Medien umzugehen.
Medienerziehung braucht kompetente Eltern
Das sei nicht allein Sache der Schule, sagt DVV-Direktorin Julia von Westerholt: „Hier kommen auch die Eltern ins Spiel“. Kinder und Jugendliche müssten zu Hause vermittelt bekommen, wie sie Medien intelligent und mit Freude nutzen, ohne Abhängigkeit zu riskieren oder gar die eigene Sicherheit zu gefährden.
Dafür müssen Eltern die mit digitalen Medien verbundenen Chancen und Risiken richtig einschätzen und selbst souverän mit diesen Medien umgehen können. Unterstützung erfahren sie dabei von den Volkshochschulen.
Know-How und Empowerment für Eltern aus der vhs
Volkshochschulen übernehmen in der Digitalbildung für Eltern bundesweit eine wichtige Rolle. In der vhs machen Eltern sich mit der digitalen Welt ihrer Kinder vertraut. Sie erfahren, was Kreativität und Entwicklung fördert und was sie bremst. Darüber hinaus erhalten Eltern zum Beispiel auch Ratschläge, wie sie den Freiraum ihrer Kinder bei der Mediennutzung richtig bemessen und begrenzen.
Volkshochschulen machen digitale Bildung für alle Mütter und Väter erreichbar: „Wir sind allein in Bayern mit 180 Volkshochschulen in der Fläche präsent“, sagt Dr. Christian Hörmann. „Wir haben kompetente Dozent*innen, wir haben Räume zur Verfügung – wir sind die Expert*innen für Bildung von Erwachsenen schlechthin. Das heißt: Eltern, die Unterstützung in der Vermittlung von Medienkompetenz an ihre Kinder benötigen, sind bei uns bestens aufgehoben: Wir sind unkompliziert, niederschwellig und vor allem kompetent.“
Synergien im Bildungssystem fördern
Die Bildungsministerkonferenz, der Anna Stolz nun vorsteht, ist einer der drei Pfeiler der Kultusministerkonferenz (KMK). KMK und DVV setzen sich immer wieder gemeinsam für Weiterbildung ein, die Menschen Schlüsselkompetenzen für das Leben und Arbeiten in Zeiten rasanter technischer Entwicklung vermittelt. „Wir freuen uns darauf, diese Zusammenarbeit mit der KMK mit Frau Staatsministerin Stolz an der Spitze der Bildungsministerkonferenz fortzusetzen, im Interesse eines leistungsstarken Bildungssystems, das Synergien zwischen den Bildungsbereichen fördert und nutzt“, betont DVV-Verbandsdirektorin von Westerholt.