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23.01.2026

„Digital für alle“ mit der vhs

DFA-Beirat mit Bundesministerin Karin Prien

Digitale Teilhabe ist längst Voraussetzung für gesellschaftliche Mitwirkung. Ob Online-Banking, Datenschutz oder die Einordnung von Informationen im Zeitalter Künstlicher Intelligenz (KI) – wer digital abgehängt ist, dem droht auch Ausgrenzung. Darum ist die Vermittlung digitaler Kompetenzen an möglichst viele Menschen so wichtig. 

Die Volkshochschulen senken mit ihrem flächendeckenden Angebot Zugangshürden zur digitalen Welt. Als Mitglied der Initiative „DFA - Digital für alle” arbeitet der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) eng mit 25 weiteren Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand zusammen, um digitale Teilhabe in Deutschland noch weiter auszubauen.

DVV-Verbandsdirektorin Julia von Westerholt (Mitte rechts) freute sich über den Austausch beim DFA-Beiratstreffen mit Bundesministerin Karin Prien (Mitte).

Digitale Kompetenzen stärken – an vielen Orten

Am 21. Januar 2026 kamen in der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Caritasverband in Berlin Vertreter*innen des DFA-Beirats zusammen, um mit Bundesministerin Karin Prien die Rahmenbedingungen für digitale Teilhabe und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren. Dazu zählen vor allem der Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum, Unsicherheiten hinsichtlich der KI-Verordnung, Zugang zur digitalen Räumen für ältere Menschen sowie Selbstwirksamkeit und Resilienz in einer sich schnell verändernden Welt. Die Teilnehmenden waren sich einig: Ob in der Schule, zu Hause, in der Bibliothek, an der Uni, in einem Volkshochschulkurs oder im Sportverein – die Stärkung digitaler Kompetenzen findet an vielen Orten statt. Digitale Teilhabe muss daher ganzheitlich und übergreifend gefördert, bestehende Angebote müssen sichtbar gemacht und Synergieeffekte besser genutzt werden.

Volkshochschulen vermitteln breitgefächerte digitale Kompetenzen

DVV-Verbandsdirektorin Julia von Westerholt machte bei dem Treffen auf die Leistungen der Volkshochschulen aufmerksam. Das digitale Bildungsangebot der Volkshochschulen reicht von niedrigschwelligen Computer-Sprechstunden über Spezialkurse für den Einsatz digitaler Tools in bestimmten Lebens- und Arbeitssituationen bis hin zu strukturierten Qualifizierungen wie dem europa- und bundesweit anerkannten Xpert-DCP-Zertifikat. Die günstigen Teilnahmeentgelte ermöglichen auch Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu diesen Bildungsangeboten. Das vhs-Lernportal, die kostenfreie Lernplattform des DVV mit Online-Kursen zur Stärkung von Grundkompetenzen, zählt heute mehr als drei Millionen registrierte Nutzer*innen. 

Besonders dynamisch entwickelt sich auch an Volkshochschulen der Bereich Künstliche Intelligenz. KI ist zu einem stark nachgefragten Thema geworden, das längst nicht mehr nur technikaffine Zielgruppen anspricht. In praxisnahen Kursen lernen zum Beispiel Solo-Selbständige, Inhaber*innen kleiner und mittlerer Betriebe, Beschäftigte sowie ehrenamtlich Tätige, wie sich KI sinn- und verantwortungsvoll einsetzen lässt. 

Wie groß der Bedarf an solchen Angeboten wie ist, belegen aktuelle Studien. Eine Untersuchung von Bitkom und dem BMBFSFJ (Öffnet in einem neuen Tab) zeigt, dass Volkshochschulen gerade für ältere Menschen zu den beliebtesten Anbietern zählen, wenn es darum geht, digitale Fähigkeiten zu erlernen und anzuwenden. Zwei Drittel der befragten Senior*innen wünschen sich mehr Schulungen und Kurse vor Ort – ausdrücklich auch an Volkshochschulen. Um diesem Wunsch gerecht zu werden und digitale Teilhabe weiter zu stärken, bedarf es zusätzlicher Unterstützung auf Bundesebene. Gefragt sind umfassende Initiativen wie der angekündigte Digitalpakt Weiterbildung oder gezielte Förderprogramme zur digitalen Teilhabe, um bestehende Strukturen zu stärken und noch mehr Menschen zu erreichen. 

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