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16.12.2025

Mitgestalten möglich machen

Für Kinder und Jugendliche: „Kultur macht stark“ sichern!

Bildungsgerechtigkeit für junge Menschen entsteht vor Ort. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene brauchen unkomplizierten Zugang zu Bildung – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder familiären Voraussetzungen. Die Volkshochschulen tragen seit vielen Jahren im Bundesförderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ dazu bei.

Bildungsgerechtigkeit zu fördern ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung. Gemäß Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD soll „Kultur macht stark“ deshalb auch ab 2028 fortgesetzt werden.

„Kultur macht stark“ muss langfristig gesichert und weiterentwickelt werden: Mit diesem Ziel veröffentlicht der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) im Dezember zusammen mit den weiteren 26 Programmpartnern das Positionspapier „Kinder und Jugendliche fördern – Zukunftsperspektiven schaffen“. „Kultur macht stark“ hilft, Bildungsarmut, soziale Spaltung und ungleiche Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen zu überwinden. Darum fordern die beteiligten Organisationen die Bundesregierung auf, das Versprechen im Koalitionsvertrag einzulösen und die Fortsetzung des Programms um mindestens weitere 5 Jahre zu gewährleisten.

Kinder und Jugendliche werden Kulturschaffende

Seit zwölf Jahren realisiert der DVV mit dem von „Kultur macht stark“ geförderten Projekt talentCAMPus vhs-Ferienbildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die in ihrem Alltag nur schwer Zugang zu kultureller Bildung finden. In den schulfreien Zeiten lernen sie künstlerische Ausdrucksformen kennen, probieren sich aus und erwerben Kompetenzen, die sie jetzt und in Zukunft brauchen. Ob bei der Inszenierung eines selbstgeschriebenen Theaterstücks, beim Programmieren eines Videospiels zur Erkundung des eigenen Stadtteils, beim Bau selbst designter Möbel oder in einer selbstregierten Kinderstadt auf Zeit: Die jungen Menschen erfahren Selbstwirksamkeit, Anerkennung und echte Teilhabe. Diese Erfahrungen stärken auch eine demokratische Grundhaltung. talentCAMPus-Projekte fördern nachweislich den gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem sie junge Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammenbringen und gemeinsam etwas gestalten lassen.

Lokale Bündnisse für Bildungsgerechtigkeit

„Kultur macht stark“ ist bundesweit einzigartig: Das Programm baut konsequent auf kommunale Bündnisse, die Akteure aus Bildung, Kultur, Sozialarbeit und Zivilgesellschaft an einen Tisch bringen. Volkshochschulen kooperieren beispielsweise mit Schulen, Jugendzentren, Kulturvereinen und Mehrgenerationenhäusern. So schaffen sie vor Ort passgenaue, niedrigschwellige und nachhaltige Angebote – auch im ländlichen Raum. Die Bündnisse haben oft lange Bestand und wirken weit über das Programm hinaus. Sie bereichern die lokale Bildungslandschaft und unterstützen die Entwicklung flächendeckender Ganztags- und Ferienangebote. 

Gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen darf kein Privileg sein. Der talentCAMPus zeigt seit vielen Jahren, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn wir ihnen Raum zur Entfaltung geben. Gleichzeitig tragen die Projekte dazu bei, Bildungsakteure vor Ort zu vernetzen und Kommunen weiterzuentwickeln. Wir würden uns freuen, diese erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit unseren Partnern auch in Zukunft fortsetzen zu können.

Martin Rabanus MdB, Vorsitzender des DVV

Viele bildungspolitische Ziele des Bundes werden durch „Kultur macht stark“ direkt und messbar erreicht: soziale Teilhabe, kulturelle Bildung, Demokratieförderung und Chancengerechtigkeit. Eine vierte Förderphase ab 2028 würde es ermöglichen, auf den bewährten Strukturen aufzubauen und die Reichweite des Programms weiter zu steigern.

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