In konstruktiver Atmosphäre fand am 11. Februar 2026 der Antrittsbesuch der DVV-Spitze mit Vorsitzendem Martin Rabanus und Verbandsdirektorin Julia von Westerholt bei Karin Prien im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) in Berlin statt.
Die Ministerin knüpfte an ihre positiven Erfahrungen mit den Volkshochschulen aus ihrer Zeit als Bildungsministerin in Schleswig-Holstein an und betonte die Bedeutung der vhs als etablierter Bildungseinrichtung in der Fläche. Es wurde diskutiert, wie die Volkshochschulen als dritte Orte – analoge, niedrigschwellige Treffpunkte für alle Menschen – gestärkt werden können, um Einsamkeit entgegenzuwirken und eine resiliente Demokratie zu fördern. Auch das demnächst beginnende DVV-Projekt „Starke Volkshochschulen für eine starke Demokratie“ wurde dahingehend besprochen. Gemeinsam sollen nun Ideen für eine vertiefte Zusammenarbeit entwickelt werden. Darüber hinaus ging es um die Zukunft des vhs-Lernportals: Hier suchen der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und BMBFSFJ gemeinsam Wege zur Anschlussfinanzierung, um die bewährte Selbstlernplattform für Deutsch, Grundbildung und Digitalkompetenz zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Als besondere Herausforderungen identifizierten die Gesprächspartner*innen die Resilienz der Volkshochschulen angesichts gesellschaftlicher Polarisierung und den Rückgang von Kultur- und Bildungsangeboten in ländlichen Räumen.
Zur drängenden Frage, wie es gelingen kann, endlich Rechtssicherheit für die Tätigkeit selbstständiger Lehrkräfte zu erreichen, wurden übereinstimmende Positionen ausgelotet. Denn: Allein bei den Volkshochschulen gewährleisten rund 175.000 selbstständige Kursleitende Aktualität und Vielfalt des Programms. Ihr Einsatz wird jedoch aufgrund der ungeklärten Rechtslage zunehmend zum finanziellen Risiko.
Das Gespräch endete mit offenen Türen für weiteren Austausch und einer Einladung der DVV-Spitze an die Bundesministerin, als Keynote-Speakerin beim vhs-Tag im Juni 2027 aufzutreten.