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Deutscher Volkshochschul-Verband

10.08.2023

Zukunft gemeinsam gestalten

Volkshochschulen bekräftigen Engagement für junge Menschen am Internationalen Tag der Jugend - Pressemitteilung des DVV

Bonn. Keine Zukunft ohne junge Menschen. Zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August erinnert der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) gemeinsam mit den Vereinten Nationen daran, wie wichtig es ist, junge Menschen zu befähigen, unsere Gesellschaft zu gestalten, sie einzubinden und ernst zu nehmen. In einer Zeit, in der die Welt vor vielfältigen Herausforderungen steht, rückt die Förderung, Einbindung und ernsthafte Beteiligung von Jugendlichen in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Wandels.

Die meisten der mehr als 800 Volkshochschulen wenden sich mit Angeboten an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. So ist besonders in den vergangenen Jahren – auch durch Programme wie „Aufholen nach Corona“ – eine beeindruckende Steigerung von ca. 500 auf mehr als 700 Volkshochschulen mit solchen Angeboten zu beobachten.

„Als Demokrat oder Demokratin wird man nicht geboren, es braucht von Beginn an politische Bildungsarbeit, die es jungen Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft ermöglicht, sich individuell demokratische Grundkompetenzen anzueignen“, sagt Martin Rabanus, Vorstandsvorsitzender des DVV. „Mit ihren Angeboten für Jugendliche leisten die Volkshochschulen einen sehr wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung unserer Demokratie und eines an rechtsstaatlichen Werten orientierten politischen Diskurses, der immer wieder Ziel radikaler und populistischer Kräfte ist.“

Dabei geht es im Zuge des lebenslangen Lernens nicht nur darum, verpasste Bildungschancen aufzuholen. Auch partizipative Möglichkeiten für Menschen, die Bildungsbarrieren überwinden müssen, machen die Angebote der Volkshochschulen aus. Unter dem eigens etablierten Programmbereich „junge vhs“ betonen viele Volkshochschulen ihr Engagement für die junge Zielgruppe.

Ein zentrales Anliegen der Volkshochschulen ist die Politische Jugendbildung, die junge Menschen befähigt, sich eine fundierte Meinung zu bilden, sich aktiv in politische Prozesse einzubringen und maßgeblich an gesellschaftlichen Entwicklungen mitzuwirken. Die Politische Jugendbildung vermittelt nicht nur Wissen über demokratische Abläufe und gesellschaftliche Zusammenhänge, sondern eröffnet den Teilnehmenden auch den Zugang zu vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist ein Projekt an der Volkshochschule in Rostock, bei dem Teilnehmer*innen nicht nur erfahren konnten, wie Politik auf lokaler Ebene funktioniert, sondern auch selbst aktiv wurden. Indem sie ihre Anliegen an Kommunalpolitiker*innen herantrugen, übten die Jugendlichen so direkten politischen Einfluss aus.

Im Rahmen des Förderprogramms „Politische Jugendbildung“ unterstützt der DVV das Engagement der Volkshochschulen, indem diese jährlich Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes beantragen können. Dies ermöglicht die Umsetzung einer Vielzahl von Maßnahmen, die junge Menschen befähigen, eine aktive Rolle in unserer Gesellschaft einzunehmen. Seit 2013 sind die Volkshochschulen zudem ein fester Bestandteil des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Mehr als 100.000 junge Menschen wurden bereits durch kulturelle Bildungsangebote erreicht. Diese so genannten talentCAMPus-Projekte bieten Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 18 Jahren die Möglichkeit, in Ferienbildungsprojekten ihre kreative Seite zu entfalten. Hierbei werden nicht nur kulturelle Ausdrucksformen gefördert, sondern auch Schlüsselkompetenzen wie digitale und Medienkompetenz, Teamarbeit und konstruktive Konfliktlösung gestärkt.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) setzt sich entschlossen dafür ein, junge Menschen zu befähigen und zu ermutigen, die Zukunft aktiv mitzugestalten und eine bedeutende Rolle in einer dynamischen Gesellschaft einzunehmen. Anlässlich des Internationalen Tags der Jugend ruft der DVV dazu auf, die Mitwirkungsmöglichkeiten Jugendlicher zu stärken und gemeinsam mit ihnen eine lebendige und inklusive Zukunft zu gestalten.

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