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24.06.2026

Das Land braucht die vhs

Klare Befunde im Bildungsbericht 2026

Der im Auftrag von Bund und Ländern erstellte Expertenbericht belegt erneut, dass Volkshochschulen für zukunftsorientierte Bildung in Deutschland unverzichtbar sind. So brauchen Menschen gerade im höheren Lebensalter niedrigschwellige Lernangebote, um ihre Digitalkompetenz zu verbessern und mit der technologischen Entwicklung Schritt halten zu können. Volkshochschulen sind als Anbieter digitaler Bildung vor Ort – somit auch für ältere und weniger mobile Personen gut erreichbar.

Mit ihren niedrigschwelligen Lernangeboten tragen sie entscheidend dazu bei, sozialer Ausgrenzung durch den digital gap entgegenzuwirken.

Entscheidend für Bildungserfolg, gesellschaftliche Integration und Arbeitsmarktchancen ist Sprachkompetenz: Auch das hebt der Bildungsbericht hervor. Darum brauchen Zugewanderte die Möglichkeit, gründlich Deutsch zu lernen. Aber auch Menschen mit geringer Schriftsprachkompetenz müssen gefördert werden, betonen die Expert*innen. Hier spielen die Volkshochschulen ebenfalls eine Schlüsselrolle: Mit Integrationskursen, Berufssprachkursen und Alphabetisierungsangeboten tragen sie entscheidend dazu bei, Menschen ausreichende Deutschkenntnisse in Wort und Schrift zu vermitteln. Dadurch gewährleisten sie eine der wichtigsten Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe und Integration in den Arbeitsmarkt.

Volkshochschulen sind die Institution, die der sozialen Ungleichheit bei der Teilnahme an Weiterbildung am besten entgegenwirken kann. Der Bildungsbericht zeigt, wie viel hier nach wie vor zu tun ist: Menschen mit niedrigerem Bildungsabschluss nehmen immer noch deutlich seltener an Weiterbildungsangeboten teil als Personen mit höherer Bildung. Gerade diejenigen, die Weiterbildung besonders benötigen, werden oft schlechter erreicht. Umso bedeutender sind die Weiterbildungsangebote der vhs, denn sie erreichen auch Menschen, die sonst kaum Weiterbildungsangebote wahrnehmen. Qualitätvolle Bildung braucht qualifizierte Lehrkräfte.

In diesem Zusammenhang weisen die Expert*innen darauf hin, dass die „rechtlichen Folgen des Herrenberg-Urteils von 2022 (…) zu erheblicher Unsicherheit beim Einsatz von selbstständigen Honorarlehrkräften geführt“ haben.

Damit macht der Bildungsbericht deutlich, wie wichtig eine rechtssichere Regelung für selbstständige Lehrkräfte ist: Bleibt sie aus, werden Kursangebote abgebaut oder erheblich teurer. Der Bildungsbericht macht deutlich: Um Weiterbildung für alle zu gewährleisten, muss die selbstständige Lehrtätigkeit erhalten bleiben. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • BMBFSFJ, KMK.

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