Noch vor wenigen Jahren waren Kriege und Katastrophen gefühlt weit weg. Das hat sich geändert, und es werden Wege gesucht, die Gesellschaft auf gefährliche Situationen vorzubereiten. Breites Wissen und Erfahrungen zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen bündelt die Nationale Plattform Resilienz, der auch der DVV angehört. Zusätzlich ist Verbandsdirektorin Julia von Westerholt Mitglied des Umsetzungsbeirats der Plattform. In den Beirat bringen gewählte Vertreter*innen der fünf Akteursnetzwerke (Staat, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie Medien, Kultur und Bildung) die Interessen ihres jeweiligen Netzwerks und ihrer jeweiligen Organisation ein. Am 21. Mai wurde der DVV erneut in den Umsetzungsbeirat der Plattform berufen.
Julia von Westerholt sieht den Verband hier in wichtiger Mission. Gerade hat Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im Beisein von Verteidigungsminister Boris Pistorius den Pakt für den Bevölkerungsschutz vorgestellt, mit dem unter anderem auch die Wissensvermittlung in diesem Bereich gestärkt werden soll. Bereits seit 2022 verfolgt der Bund eine Nationale Resilienzstrategie. Eines ihrer wichtigsten Ziele: Die Gesellschaft soll den Umgang mit Krisen und Katastrophen lernen. Naturgemäß wird dabei auf die Schulen gesetzt. Aber schließlich muss auch Erwachsenen Wissen darüber vermittelt werden, wie sie sich auf akute Notsituationen vorbereiten und wie sie sich im Fall des Falles verhalten sollten. Damit sind die Einrichtungen der Allgemeinen Weiterbildung gefragt. „Die Volkshochschulen können das,“ sagt die DVV-Direktorin. „Die vhs vor Ort ist bürgernah, die Menschen kennen sie und vertrauen ihr. Das sind die besten Voraussetzungen, um zu lernen, wie man sich und andere im Ernstfall schützt“. Volkshochschulen hätten für den Zivilschutz strategische Bedeutung. Der Umsetzungsbeirat sei der richtige Ort, um das auch auf politischer Ebene zu bekräftigen.