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Weiterbildung aktuell | Ausgabe 10 / 2026

Der bildungspolitische Newsletter des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Liebe Leser*innen,

wie sieht die Arbeitswelt von morgen aus – und was brauchen Menschen, um darin ihren Platz zu finden? Diesen Fragen widmeten sich vorige Woche rund 200 bundesweit angereiste Teilnehmer*innen der vhs-Fachtagung „Zukunft Fachkräfte“ in Nürnberg. Digitale Transformation, Vermittlung von Future Skills, Integration internationaler Fachkräfte: Die Herausforderungen für Volkshochschulen sind überall in der Republik ähnlich, auch wenn die Voraussetzungen vor Ort variieren. Umso wichtiger sind daher Austausch, Vernetzung und der Transfer guter Praxis.

Volkshochschulen sind für die Aufgaben, die der Fachkräftemangel an das Bildungssystem stellt, bestens geeignet. Sie verbinden berufliche und allgemeine Weiterbildung, vermitteln digitale und soziale Kompetenzen und eröffnen Zugewanderten durch Sprachförderung Wege in Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe. Mit passgenauen Weiterbildungsangeboten sind die vhs darüber hinaus wichtiges Bindeglied zwischen Kursteilnehmenden, Jobcentern und Arbeitgeber*innen in ihrer Region. Um ihr Potenzial ausschöpfen zu können, brauchen sie allerdings die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Dazu gehören eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung der Integrations- und Berufssprachkurse sowie der Abbau bürokratischer Vorgaben, aber auch eine altersübergreifende digitale Kompetenzoffensive des Bundes. Fachkräftesicherung ist mehr als die schnelle Vermittlung in einen Job. In einer Arbeitswelt im Wandel brauchen Menschen Möglichkeiten, sich ein Leben lang weiterzuentwickeln. Die Tagung in Nürnberg hat gezeigt, welch wichtigen Beitrag Volkshochschulen dazu leisten. Jetzt ist die Politik gefragt, dieses Engagement nachhaltig zu unterstützen.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

Ihre

Julia von Westerholt

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