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Deutscher Volkshochschul-Verband

Die Gesellschaft, aus der sie kommen

Aus der Artikelreihe: Argumente gegen Stammtischparolen mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hufer

Stammtischparolen sind keine individuellen Wutausbrüche, keineswegs nur persönliche Hasskommentare oder lediglich ein Ventil, um den eigenen Frust loszuwerden. Das würde den Umgang mit ihnen zwar relativieren und erleichtern: Die Lösung wäre dann allerdings, lediglich die Erregung des Gegenübers zu besänftigen, vielleicht auch einen persönlichen Therapieversuch zu unternehmen.

Das mag auch sinnvoll sein, das Problem wäre aber nicht gelöst. Stammtischparolen sind nämlich keine Einzelfälle, dafür werden sie viel zu häufig geäußert. Hinter ihnen steckt mehr: Mit ihnen zeigt sich der brodelnde Untergrund unserer Gesellschaft. Stammtischparolen demonstrieren, wie die Menschen auf die soziale, politische, ökonomische und kulturelle Situation der Gesellschaft, in der sie leben, reagieren. Mit den Parolen und Sprüchen wird das geäußert, was in weiten Teilen der Gesellschaft empfunden und gedacht wird. Sie sind ein Spiegel der bestehenden und sich verändernden Verhältnisse. Sie sind auch ein Warnzeichen dafür, wie schwankend der Boden einer zivilgesellschaftlichen Demokratie ist.

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