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Deutscher Volkshochschul-Verband

Stadt.Land.Welt. – Web

Eine digitale Vortragsreihe zu den Sustainable Development Goals der Agenda 2030

Inhalt

Es ist Halbzeit! Bis zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele im Jahr 2030 bleiben uns nur noch 7,5 Jahre. Doch stehen weiterhin - neben den sehr persönlichen Bezügen - auch viele gesellschaftspolitische und globale Fragestellungen offen. Wie können wir nachhaltiger konsumieren und das Miteinander auf diesem Planeten verantwortungsvoll gestalten? Können wir global nachhaltiges und für alle gerechtes Wirtschaften tatsächlich erreichen? 

Diese und viele weitere aktuelle Fragen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den 17 Zielen / den Sustainable Development Goals der  Agenda 2030 (Öffnet in einem neuen Tab), die von den Vereinten Nationen im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Wie steht es um die 17 Ziele – was macht es schwer, sie zu erreichen? Wo liegen Chancen? Wo stehen wir eigentlich gerade? Dazu befragt die 2020 etablierte Veranstaltungsreihe Stadt.Land.Welt – Web Expertinnen und Experten und beleuchtet diese Fragestellungen anhand von Praxisbeispielen.
 
Stadt. Land. Welt – Web ist ein Angebot der Entwicklungspolitischen Bildung und richtet sich an interessierte Erwachsene allen Alters.

Über die Veranstaltungsreihe

Stadt.Land.Welt – Web ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich u.a. dafür einsetzt, Entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten.

Informationen für Volkshochschulen

Die Veranstaltungen finden im zweiten Semester 2022 an den folgenden drei Terminen statt:

2. November

Gender trifft Erderwärmung – was hat die Klimakrise mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun?

16. November

Klimaneutral – wie geht das?!

30. November

Überflüssiger Überfluss – Wie geht nachhaltige Ernährung?

Die einzelnen Vorträge der Reihe haben jeweils eine Dauer von ca. 1,5 h (2 UE), jeweils mittwochs um 19 Uhr. Nähere Infos zu den Einzelveranstaltungen finden Sie im Folgenden.

Anmeldung der Volkshochschulen:

Bei Interesse, die Veranstaltungen der Reihe in ihr Programm aufzunehmen, melden sich die Volkshochschulen verbindlich per Mail über  stadtlandwebdvv-vhsde an. Die Volkshochschulen erhalten eine Woche vor der Veranstaltung den Zugangslink, den sie an die Teilnehmenden weiterleiten.

Anmeldung der Teilnehmenden:

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über die teilnehmenden Volkshochschulen vor Ort. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Technische Hinweise:

Die Teilnehmenden benötigen ein PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Teilnehmenden sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden. Die Teilnehmenden bleiben zu Hause und sind dennoch beim Lernen und Diskutieren dabei.

Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Termine der digitalen Vortragsreihe

2. November: Gender trifft Erderwärmung – was hat die Klimakrise mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun?

Die Folgen der Klimakrise treffen die Menschen unterschiedlich. Während der Globale Norden Hauptverursacher ist, leiden Menschen im Globalen Süden unmittelbar an den Auswirkungen. Besonders betroffen sind Frauen. Geschlechterrollen bestimmen ihren sozialen Status, die Arbeitsaufteilung, Zugänge zu Ressourcen und politische Teilhabe. Wassermangel und andere Klimaeffekte beeinträchtigen darüber hinaus massiv ihre Entwicklungsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung beleuchtet die Frage, wie Genderaspekte in der Klimapolitik stärker berücksichtigt werden müssen.


Kai Niebert, deutscher Nachhaltigkeitsforscher und Professor für Didaktik der Naturwissenschaften und Nachhaltigkeit an der Universität Zürich

16. November: Klimaneutral – wie geht das?!

Klimaschutz ist wichtig. Das wissen wir. Wissenschaftler fordern deshalb eindringlich, anspruchsvolle Ziele und effektive Maßnahmen, um den Klimawandel und seine gravierenden Folgen einzudämmen. 

Doch statt von den Renditen einer intakten Natur zu leben, wirtschafte der Mensch auf ihre Kosten, meint der Präsident des Deutschen Naturschutzrings Kai Niebert. Als Konsumenten können wir mit unseren Kaufentscheidungen Einfluss auf die biologische Vielfalt nehmen. Doch die großen Steuerungselemente hat die Politik in der Hand. Eine nachhaltige Politik ist bereits Staatsziel: Es gibt die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und Artikel 20a des Grundgesetzes, der den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen vorschreibt. Doch setzt die Politik die nötigen An-reize?

Die Erträge in der Obst- und Gemüseernte liegen zum Beispiel um 50 bis 60 Prozent niedriger, wenn die Zahl der bestäubenden Insekten deutlich dezimiert würde. Begrünte Dächer speichern Regenwasser und sparen so Abwassergebühren und wer einen Fluss naturnah bewirtschaftet, sorgt dafür, dass weniger Nitrat in die Kläranlagen gerät, wo es teuer herausgeholt werden müsste. 

Solche Beispiele zeigen laut Niebert vor allem eines: Die Natur ist die Grundlage unseres Lebens, unser Kapital. Je besser wir es schützen, desto höher ist der Nutzen, den wir daraus ziehen können. Doch davon sind wir weit entfernt, wir greifen stattdessen den Kapitalstock an. Aber: Wer langfristig gut leben will, sollte Kapital erhalten und aufbauen, also der Natur etwas zurückgeben.

Wie also schaffen wir eine „klimaneutralen Gesellschaft“? Was können wir selbst als Verbraucher*innen dazu tun? Und welche Stellschrauben muss die Politik setzen? 

Input: Kai Niebert, deutscher Nachhaltigkeitsforscher und Professor für Didaktik der Naturwissenschaften und Nachhaltig-keit an der Universität Zürich.

Moderation: Mareike Schams, Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V. 
Steffen Wachter, Hessischer Volkshochschulverband e.V.


30. November: Überflüssiger Überfluss – wie geht nachhaltige Ernährung?

Ein Drittel unserer deutschen Wocheneinkäufe wird im Müll entsorgt. Knapp die Hälfte davon könnte noch gegessen werden. Laut einer WWF-Studie von 2015 werden in Deutschland 2,6 Millionen Hektar Land umsonst bewirtschaftet. Das führt zu 58 Millionen Tonnen überflüssiger Treibhausgase. Der globale Lebensmittelsektor verbraucht 30 Prozent aller genutzten Energie. Übrigens: In anderen Teilen der Erde hungern immer noch 811 Millionen Menschen.

Auf der anderen Seite steht eine Vielzahl an Initiativen und Akteuren, die vorleben, wie wir unsere Nahrung nachhaltig organisieren können. Wie das geht und wie wir mit unserem Einkauf das Klima und das Leben zu Wasser und zu Lande schützen können, diskutieren wir gemeinsam.

Teilnehmende Volkshochschulen

Über 300 Volkshochschulen sind bereits als Anbieter der Reihe beim Deutschen Volkshochschul-Verband registriert. 

Alle Volkshochschulen, die Stadt.Land.Welt. – Web anbieten

Aufzeichnungen

Alle vergangenen Veranstaltungen stellt der DVV als Aufzeichnung über seinen YouTube-Kanal zur Verfügung. 

Kontakt

Benedict Steilmann

Referent „Globales Lernen in der Volkshochschule"

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Trollbäck + Company
  • Engagement Global
  • Thomas Entzeroth