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05.05.2026

Digitalpolitik für alle Generationen: Fachbeirat legt Empfehlungen vor

Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen warnt

Digitale Bildung für souveräne Bürger*innen an der vhs

Rund fünf Millionen Menschen über 60 Jahre in Deutschland sind immer noch offline, viele weitere verfügen nicht über ausreichende digitale Kompetenzen. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung des Alltags voran. Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen warnt: Digitale Angebote müssen konsequent inklusiv gestaltet werden, damit auch die Älteren Schritt halten können. 

Der Fachbeirat Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen (DigiBäM) hat dazu ein Empfehlungspapier veröffentlicht. Unter dem Titel „Digitale Agenda ohne Ältere? Wege zu einer Digitalpolitik für alle“ beschreibt dieses Papier eine generationengerechte Digitalpolitik. Dabei geht es um digitale Teilhabe, digitale Bildung, Barrierefreiheit und Cybersicherheit. 

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV), Mitglied im Fachbeirat, hat an der Erarbeitung mitgewirkt. Lebenslanges Lernen als Voraussetzung für digitale Teilhabe wird in dem Papier stark berücksichtigt.

Digitalpolitik muss ältere Menschen von Anfang an einbeziehen, sie mit Fingerspitzengefühl an digitale Tools heranführen und sie bei deren Nutzung unterstützen. Dafür muss Infrastruktur ausgebaut werden. Vor allem aber kommt hier Bildung ins Spiel. Der Fachbeirat empfiehlt, bestehende Angebote zu erweitern, leichter auffindbar zu machen und barrierefrei zu gestalten. Neben digitalen Basiskompetenzen brauchen Ältere kritische Medienkompetenz. Auch müssen sie den souveränen Umgang mit Künstlicher Intelligenz erlernen. Zudem empfiehlt der Fachbeirat, ältere Menschen stärker an der Entwicklung digitaler Angebote zu beteiligen.

Darüber hinaus fordern die Expert*innen den Ausbau wohnortnaher Bildung- und Beratung für Ältere sowie klare Zuständigkeiten, bessere Zusammenarbeit in der Kommune und eine engere Verzahnung von Digital- und Sozialpolitik. 

Realisierbar ist das Großprojekt „Digitale Teilhabe“ nur mit den Volkshochschulen. Hier gibt es bereits jetzt digitale Grundbildung, Sprechstunden oder Beratungstheken für Ältere, alltagsnahe Kurse zur Einführung in Smartphone und Tablets und vieles mehr. Der DVV fordert: Gute Digitalpolitik muss die Volkshochschulen als zentrale Orte digitaler Teilhabe verlässlich finanzieren und den Zugang zu digitaler Bildung im Alter als festen Bestandteil einer generationengerechten Digitalstrategie verankern.

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Bildnachweise

  • Deutscher-Volkshochschul-Verband

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