Die für Integration zuständigen Ressortchef*innen der Bundesländer haben in ihrer
Integrationsministerkonferenz fast einstimmig Stellung für die zugewanderten Menschen, die deutschen Unternehmen und die Bildungseinrichtungen bezogen. Wie vom DVV gefordert, verlangen sie, dass Bundesinnenminister Dobrindt den Ausschluss freiwilliger Teilnehmer*innen vom Integrationskurs sofort zurückzunimmt.
Im Februar hatte das Innenministerium in Berlin die Integrationskurse von einem Tag auf den anderen für alle geschlossen, die nicht zur Teilnahme verpflichtet sind, sondern freiwillig Deutsch lernen. Betroffen sind Geflüchtete aus der Ukraine, Asylsuchende und Geduldete und EU-Bürger*innen. Die Maßnahme löste eine Protestwelle aus. Vertreter*innen von Wirtschaft, Wissenschaft, Bildungsträgern und Zivilgesellschaft warnen eindringlich vor den Folgen: Menschen, die lernen und arbeiten wollen, werden zu frustrierender Untätigkeit verurteilt. Wertvollen Fachkräften bleiben die notwendigen Sprachkenntnisse für den Einsatz in Unternehmen vorenthalten. Bildungsträger werden finanziell geschädigt, das seit zwanzig Jahren erfolgreiche und weltweit anerkannte System der sprachlichen Integration wird demontiert.
Mehr zum Beschluss der Integrationsminister*innen lesen Sie in unserer aktuellen Pressemitteilung: