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Sprachliche und berufliche Integration

Forderungen der Volkshochschulen zum Gesamtprogramm Sprache des BAMF

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Infografik zum Gesamtprogramm Sprache (Klicken zum Vergrößern)

Das Netzwerk der rund 827 kommunal verantworteten Volkshochschulen, die in Landesverbänden und im DVV zusammengeschlossen sind, steht mit seinen umfassenden Beratungs- und Bildungsangeboten zur sprachlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration zugewanderter Menschen Bund, Ländern und Kommunen flächendeckend zur Seite. Mit dem Gesamtprogramm Sprache (GPS) (Öffnet in einem neuen Tab), das aus Integrations- und Berufssprachkursen besteht, hat der Bund ein zentral gelenktes Kurssystem PDF-Datei 175,78 kB für die sprachliche und berufliche Integration von Zugewanderten geschaffen. Fast 45% aller Integrationskurse werden derzeit von Volkshochschulen durchgeführt. Volkshochschulen leisten seit 20 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag bei der Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse und bei der Integration in die Lebenswelt und den Arbeitsmarkt in Deutschland.

Damit Volkshochschulen auch in Zukunft diesen Beitrag zur sprachlichen und beruflichen Integration von Zugewanderten leisten können, benötigen sie dringend politische Unterstützung. Hierfür setzt sich der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) auf Bundesebene ein. 

Aktuelle Situation im Gesamtprogramm Sprache

Im Februar 2026 verhängte das Bundesinnenministerium einen pauschalen Zulassungsstopp für Zugewanderte, die freiwillig im Integrationskurs Deutsch lernen wollen. Dadurch war allein in diesem Jahr rund 130.000 Menschen der Zugang zum Integrationskurs versperrt.
Auf massiven öffentlichen Druck wurde der Zulassungsstopp im Mai 2026 aufgehoben. Damit haben der Deutsche Volkshochschul-Verband und zahlreiche Partner aus Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft einen bedeutenden Teilerfolg erzielt. 
Union und SPD haben vereinbart, künftig ein Kontingent für freiwillige Teilnehmer*innen vorzusehen. Priorisiert werden Geflüchtete aus der Ukraine und EU-Staatsangehörige. Wie viele Personen im Rahmen des Kontingents die Möglichkeit zur kostenlosen Teilnahme am Integrationskurs bekommen, hängt von der jeweiligen Haushaltsplanung ab. 
Kurzsichtiges Sparen bei der Sprachförderung für Zugewanderte schadet nicht nur den Betroffenen, sondern auch den zahllosen Unternehmen in Deutschland, die dringend Arbeitskräfte suchen. Gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen wird sich der DVV mit allem Nachdruck dafür einsetzen, dass Sprachförderung als Kernaufgabe der Integration ausreichend finanziert wird.

Aktuelle Meldungen

Presseschau zum Thema Integrationskurse

Momentan gibt es zahlreiche Berichte zur aktuellen Lage der Volkshochschulen rund um den Integrationsbereich. Hier finden Sie einige Stimmen aus der Presse.

Unsere Forderungen zum Gesamtprogramm Sprache

Mit den Integrations- und Berufssprachkursen hat der Bund ein zentral gelenktes Kurssystem für die sprachliche und berufliche Integration von Zugewanderten geschaffen. Die zunehmende Vielfalt von Bildungsbiografien und Lernvoraussetzungen der Teilnehmenden stellt höchste Ansprüche an die Qualifikation der Lehrkräfte, deren Tätigkeit angemessen vergütet und sozial abgesichert werden muss. Aktuell steht das Gesamtprogramm Sprache vor erheblichen Herausforderungen. Aus Sicht des DVV können diese bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Haushaltsmitteln nur dann gemeinsam bewältigt werden, wenn das Gesamtprogramm Sprache des Bundes effizienter, flexibler und digitaler wird. 

Die Forderungen

  • Effizienter Einsatz der Haushaltsmittel für das Gesamtprogramm Sprache

  • Flexibilisierung und Stärkung der lokalen Verantwortung

  • Stärkung der Digitalisierung im Gesamtprogramm Sprache

  • Bürokratieabbau im Integrations- und Berufssprachkurssystem

Mit den Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung ein wichtiges Signal an die Träger im Integrationskurssystem gesendet. Die Koalitionspartner bekennen sich darin nicht nur dazu, Integrationskurse fortsetzen zu wollen, sondern auch mehr in Integration investieren zu wollen. 

Die vhs vertrauen darauf, dass die Zusicherungen aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden.

Positionen und Stellungnahmen

Im Rahmen seiner bundesverbandlichen Tätigkeit setzt sich der DVV auf politischer Ebene für die Interessen der Volkshochschulen als Träger von Integrations- und Berufssprachkursen ein. Nachfolgend finden Sie wichtige aktuelle Positionierungen und Stellungnahmen.

Interviewreihe #WarteschlangeIntegration

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Getty Images / E+ / lisegagne
  • DVV

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