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Deutscher Volkshochschul-Verband

Kurskonzept „Aus der Rolle (ge-)fallen!? Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache sensibilisieren”

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Inhalten, Ablauf, Einheiten und einen Praxisbericht des Kurskonzepts „Aus der Rolle (ge-)fallen!? – Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache durch Extremist*innen sensibilisieren”. Die Handreichung können Sie kostenfrei als PDF-Dokument herunterladen.

Inhalt

Informationen zum Kurskonzept

Das vorliegende Kurskonzept „Aus der Rolle (ge-)fallen!? – Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache durch Extremist*innen sensibilisieren” wurde von Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V. im Auftrag des Deutschen Volkshochschul-Verbands e. V. für den Einsatz im vhs-Bildungsangebot sowie als Grundlage der Kooperationen zwischen Volkshochschulen und Respekt Coaches entwickelt. Die vorliegenden Methoden wurden bereits in Workshops mit Schüler*innen, Stadtteilmüttern und Multiplikator*innen erprobt und können ab der 9. Jahrgangsstufe eingesetzt werden.


Falls Sie Fragen zu diesem Kurskonzept haben, können Sie gerne das  Team des Projekts Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt im DVV kontaktieren oder eine E-Mail an  pgzdvv-vhsde schreiben.

Zum Download

Das komplette Kurskonzept „Aus der Rolle (ge-)fallen!? Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache sensibilisieren” können Sie kostenfrei als PDF-Datei herunterladen. Zuvor müssen Sie ein Formular ausfüllen.

Hinweise zur Struktur und Verwendung

Das Kurskonzept hat das Ziel, Jugendliche und junge Erwachsene zu befähigen, geschlechtsspezifische Anwerbestrategien von religiösen und politischen Extremist*innen als solche zu erkennen und diesen zu widerstehen. Um möglichst erfolgreich Resilienzen zu fördern, werden nicht nur Anwerbestrategien von Islamist*innen analysiert. Es stehen die Wissensvermittlung und die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Gender im Allgemeinen im Vordergrund. Hierzu werden unterschiedliche Herangehensweisen vorgestellt, um sich im Unterricht / im Kurs kritisch mit eigenen, familiären und gesellschaftlichen Rollenzuschreibungen auseinanderzusetzen und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen. Die Entwicklung und / oder Förderung einer eigenen Haltung und das Empowerment der Teilnehmenden stehen im Zentrum. Mit interaktiven Methoden werden Kennenlern-, Lern- und Selbstreflexionsprozesse angeregt.

Insgesamt enthält das Kurskonzept drei Kurseinheiten à 90 Minuten, die überwiegend interaktive und partizipative Methoden enthalten. Die Kurseinheiten bauen inhaltlich aufeinander auf. Um sich mit genderspezifischen Anwerbestrategien von Islamist*innen kritisch auseinandersetzen zu können, bedarf es zuerst einer Reflektion von eigenen und gesellschaftlichen Rollenstereotypen. Für einen positiven Abschluss empfehlen wir, mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit sowie mit Selbstwirksamkeitserfahrungen der Teilnehmenden zu enden.

Daraus ergibt sich folgende Struktur der Kurseinheiten:

Bestellung der Bilder des Kurskonzepts

Im Rahmen des Kurskonzepts werden Bilder rechtsextremistischer und salafistischer Propaganda gemeinsam mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen analysiert. Unter anderem soll erarbeitet werden, wer Zielgruppe der Bilder ist, wie Frauen bzw. Männer dargestellt werden und welcher Inhalt transportiert werden soll.

Sie können die Bilder über folgendes Formular beim Projekt Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt bestellen. Wir weisen Sie daraufhin, dass  die Verwendung von Bildern zur Vermittlung von Wissen und der Anregung zur politischen Willensbildung erlaubt ist (Sozialadäquanzklausel). Sie sollten die Arbeitsmaterialien allerdings im Nachhinein wieder einsammeln. Auf diese Weise verhindern Sie, dass Teilnehmende die Materialien weiterleiten und sich damit strafbar machen.

Zum Praxisbericht

Erprobung des Kurskonzepts „Aus der Rolle (ge-)fallen!? – Jugendliche für die geschlechtsspezifische Ansprache durch Extremist*innen sensibilisieren“

Was verstehen wir unter „normal“? Wie findet eine Normalisierung statt? Was ist heteronormatives Verhalten? In welchen Bereichen entstehen Gerechtigkeitsfragen? Zu diesen und vielen weiteren Fragen diskutierten die Teilnehmenden während der Umsetzung des Kurskonzepts zum Thema Gender.

Das Kurskonzept wurde von eine*n Multiplikator*in des PGZ-Projekts mit jungen Erwachsenen umgesetzt. Werfen Sie gerne einen Blick in den Praxisbericht und erfahren Sie mehr über die Umsetzung des Kurskonzepts mit jungen Erwachsenen!

Multiplikator*innen des PGZ-Projekts

Sie möchten mehr über die Multiplikator*innen des PGZ-Projekts erfahren? Im Rahmen einer Multiplikator*innen-Schulung schulen wir im Projekt vhs-Mitarbeitende in der Vermittlung der Inhalte der Kurskonzepte des PGZ-Projekts an andere pädagogische Fachkräfte der Volkshochschulen.

Zur Podcast-Folge

Was verstehen wir unter dem Begriff "Gender"? In Folge 27 des Podcasts „ RADIKAL querdurchdacht“ beschreiben die Referentinnen des PGZ-Projekts, was die Bezeichnung beinhaltet und was Zielsetzung der Genderpädagogik ist. Außerdem gehen sie auf die Relevanz geschlechterreflektierter Arbeit im Kontext der Präventionsarbeit ein.

Im  Podcast „ RADIKAL querdurchdacht“ führen Referentinnen des PGZ-Projekts Interviews mit Praktiker*innen aus der Präventionslandschaft, z. B. mit Mitarbeiter*innen aus Volkshochschulen und des Respekt-Coach-Programms, und mit Expert*innen aus der Wissenschaft. Weiterhin geht es um die Vermittlung von Praxiserfahrungen anhand konkreter Konzeptbeispiele.

Den Podcast gibt es bei   Spotify (Öffnet in einem neuen Tab),   Apple Podcasts (Öffnet in einem neuen Tab), auf unserem  Podigee-Blog (Öffnet in einem neuen Tab) und auf allen weiteren gängigen Portalen.

Weitere Konzepte

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Getty Images / Kuliperko
  • Getty Images / Kuliperko
  • Prävention und Gesellschaftlicher Zusammenhalt / DVV
  • Deutscher Volkshochschul-Verband e. V.